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Mittwoch, 26. Juli 2017

Lionel Souque, Vorstand der REWE Group, besucht die Klasse WG 53 des Wirtschaftsgymnasiums

Auf Einladung der Stiftung „Internationale Wochen gegen Rassismus“ hat sich die WG53 darum beworben, Herrn Lionel Souque, Vorstand der REWE Group, für einen Besuch bei uns zu gewinnen. Es hat geklappt! Das Format, ein Dialog in Klassenstärke für die Dauer einer Doppelstunde, erwies sich als toller Rahmen, einen der führenden Kölner Wirtschaftskapitäne und sein Arbeitsfeld kennen zu lernen. Und weil eigentlich jede/r einen Bezug zum Lebensmittel-Einzelhandel hat, waren die Voraussetzungen bestens, nachvollziehbare Einblicke in einen spannenden Teil des Wirtschaftslebens zu gewinnen. Die bei Berufseinstieg und Ausbildungsplanung oft unterschätzte Branche schien bei den Schüler/-innen im Laufe dieser eineinhalb Stunden deutlich an Glanz zu gewinnen.

Herr Souque präsentierte sich am 21. März 2017 nicht nur bis ins kleinste Detail informiert über Unternehmen und Branche, sondern auch bestens gelaunt, locker, humorvoll und schülernah. Eine gewisse Würze erhielt die Runde durch den Umstand, dass eine Schülerin ein duales Studium beim Konkurrenten EDEKA beginnen wird. Umfassend vorbereitet und interessiert folgten 27 Schülerinnen und Schüler der WG53, WG42 und A342 den lebendigen, lebensnahen Berichten und Geschichten des 45-Jährigen, der sein gesamtes Berufsleben bei REWE zugebracht hat.

Im Juni wird die Karriere des Franzosen einen Höhepunkt erfahren, wenn er den Vorstandsvorsitz von Alain Caparros übernimmt. Ziemlich überrascht waren wir alle von der ausgeprägten „Bodenhaftung“ des REWE-Vorstandes, zu dessen Geschäft durchaus schon mal Testkäufe bei der Konkurrenz oder Preisentscheidung für das Paket Nudeln gehören können.

Authentisch wirkte er beim Thema Rassismus: Der Franzose, dessen berufliche Stationen über elf Länder führten und dessen Mitarbeiter aus 140 Nationen kommen, sieht Rassismus zwar nicht als strukturelles Problem im Unternehmen, zeigt sich aber sensibel für die Einzelfälle, die es im Arbeitsleben natürlich genau so gebe wie in anderen gesellschaftlichen Bereichen. Bezüglich der Integration von Flüchtlingen schilderte er, wie die Realität die anfängliche Euphorie gedämpft hat und wie man mit gebremster Kraft in kleinen Schritten vorankommt. Das Gespräch mit der Kanzlerin kann dabei ebenso ein Teil des Puzzles sein wie das Angebot von Praktikumsplätze oder das Sprachcafé am REWE-Standort Domstraße. „Vielfalt“ hat sich REWE bereits vor einigen Jahren mit der Unterzeichnung der „Charta der Vielfalt“ auf die Fahne geschrieben und Herr Souque lässt keinen Zweifel daran, dass genau die im Unternehmen gewünscht ist. In diesem Sinne überreichten Jannis und Ayse nach der kurzweiligen Doppelstunde dann auch das Gastgeschenk:
Einen Riesling aus der Pfalz und beste Baklava aus der Keupstraße.

Christa Feld, Klassenleitung WG53

30.03.2017 11:37 Alter: 118 Tage