Sonntag, 22. Oktober 2017

Praktikum

Am Ende der Jahrgangsstufe 12 absolvieren Sie ein dreiwöchiges Betriebspraktikum, in dem Sie die bis dahin erworbenen Kenntnisse und Fertigkeiten am Arbeitsplatz erproben und einen Einblick in mögliche Berufsfelder gewinnen können.

 
Unmittelbar vor den Sommerferien geht die 12. Klasse ins mindestens dreiwöchige Betriebspraktikum. Spitzenreiter auf der Beliebtheitsskala sind häufig Banken und Sparkassen, doch bilden die Praktikumsplätze ein breites unternehmerisches Spektrum ab, von der Deutschen Telekom über Stollwerck Schokoladen bis zu Rechtsanwälten wie CMS Hasche Sigle im neuen Kranhaus im Rheinauhafen.

Zahlreiche Schülerinnen und Schüler des Wirtschaftsgymnasiums wagen jedes Jahr den Schritt über die Grenzen. So haben sie z. B. Praktika in Luxemburg, Malta, Irland absolviert oder sind noch weiter nach Russland (Moskau) oder in die Türkei (Istanbul) gereist. Die weiteste Anreise hatte bisher ein Schüler, der sein Praktikum in der Nähe von Vancouver an der Westküste Kanadas absolvierte.

Ein Aufenthalt in Irland (bei der Firma ROWA Chemicals), ein Praktikum auf Malta (bei der Sprachenschule Link School of English) und sechs Vermittlungen nach Großbritannien (Plymouth) wurden durch eine finanzielle Förderung aus dem EU-Projekt MOVE der Bezirksregierung Köln unterstützt.

Aber auch in Köln und Umgebung lassen sich wertvolle Praktikumserfahrungen gewinnen. Im Folgenden berichten einige Schüler über das, was sie erlebt haben.

 

 

EU-Stipendien jetzt auch für Auslandspraktika im Wirtschaftsgymnasium

Ein gewisser Stolz lässt sich schon erkennen bei der ersten Verleihung der Europässe im Wirtschaftsgymnasium 2013. Insgesamt acht Schülerinnen konnten mit finanzieller Unterstützung durch ein Leonardo-Stipendium nach Großbritannien und Mallorca/Spanien reisen, um dort ihr dreiwöchiges Pflichtpraktikum in der 12. Jahrgangsstufe zu absolvieren. Zwei Schülerinnen gingen in Kölns englische Partnerstadt Liverpool an das Liverpool Community College, eine große dezentrale Bildungseinrichtung.

Dort waren sie hauptsächlich im Empfangsbereich eingesetzt. Fünf andere Schülerinnen waren an unterschiedlichen Standorten in Brighton untergebracht, von Sprachschule bis Reisebüro war alles dabei. Eine Schülerin verschlug es nach Mallorca, wo sie in Sa Coma an der Rezeption eines Hotels mitarbeitete.

Obwohl die Erfahrungen unterschiedlich waren, klang das Fazit doch eindeutig positiv bei allen und wird durch folgendes Zitat gut wiedergegeben: „Ich kann sagen, dass ich so etwas jederzeit wieder machen würde, wenn sich mir die Gelegenheit bietet“. Eine Schülerin schrieb in ihrem Praktikumsbericht: „Was ich aus diesem Praktikum mitnehme, sind nicht nur praktische Kenntnisse, sondern auch Eigenständigkeit, Sozialkompetenz und das Arbeiten im Team. Ich würde deshalb das Praktikum auf jeden Fall weiter empfehlen, da es […] sich wirklich lohnt, sein Praktikum im Ausland zu machen. Durch diese Erfahrung traue ich mir mehr zu, alleine an schwierigen Aufgaben zu arbeiten.“ 

Susanne Doherty, Koordinatorin des EU-Praktikums im Bildungsgang Wirtschaftsgymnasium

P. S. Wer Interesse an den Erfahrungen einzelner Schülerinnen hat, findet weitere Berichte unter dem Stichwort „Praktika – Wirtschaftsgymnasium“.

 

Karolin R. bei einem Startup-Unternehmen in Dublin, Irland

So wie auch bei der Wahl des Berufskollegs Südstadt als meine weiterführende Schule war mir bei der Überlegung, wo ich mein Arbeitspraktikum absolvieren sollte, schnell klar, dass dieses einen internationalen und kulturellen Anspruch besitzen sollte, sodass sowohl meine sprachlichen als auch meine interkulturellen Kompetenzen gestärkt werden würden. Letztlich fiel meine Wahl auf Irland. Die grüne Insel mit ihren kulturreichen Städten und den aufgeschlossenen Menschen schien mir der richtige Ort zu sein. Nach einiger Zeit des Vermittlungsprozesses, einschließlich langen und ungeduldigen Wartens, wurde ich an das Startup-Unternehmen „BEUTiFi.com“ vermittelt.

Dieses bot mir ein Praktikum mit dem Schwerpunkt Marketing genau im Herzen Dublins, im sogenannten „Digital Hub“. Dies empfand ich als äußerst passend, da ich auf diesem Weg das in der Schule Erlernte postwendend anwenden konnte und zudem einen ersten Einblick in eines meiner möglichen zukünftigen Arbeitsfelder gewinnen konnte.

„BEUTiFi“ ist einfach erklärt ähnlich aufgebaut wie ein Onlineportal zur Reisebuchung. Die erst 2014 gegründete Firma stellt auf ihrer Homepage Profile von Frisör-, Beautysalons und freiberuflichen Stylisten ein, sodass Termine mit diesen leicht und schnell von den Kunden gebucht werden können. Zu meinen Aufgaben als Praktikantin gehörten unter anderem die Recherchearbeit nach potenziellen neuen Kunden oder Partnerunternehmen, das Erstellen von Profilen, das Bearbeiten der Website wie auch die Qualitätskontrolle dieser Website. Im Anschluss an meine erste Woche war ich nicht nur von den Kollegen herzlichst aufgenommen worden, sondern wurde bereits als fester Bestandteil des Teams angesehen und so behandelt. Ich durfte neue, jüngere Praktikanten anlernen und fungierte von Zeit zu Zeit als hauseigene Fotografin. Des Weiteren durfte ich in meinen letzten beiden Wochen das Marketing über die sozialen Netzwerke übernehmen.

Generell gab diese Erfahrung mir nicht nur die Möglichkeit, eine andere Kultur sowohl im Alltag als auch in Bezug auf ihre Arbeitsmoral kennenzulernen, sondern auch jene, ein Netzwerk mit den verschiedensten Menschen aus einem mich interessierendem Sektor aufzubauen, mich persönlich weiterzuentwickeln und an neuen Aufgaben zu wachsen. Trotz anfänglicher Sorgen wegen möglicher hoher Erwartungen seitens des Unternehmens an mich bin ich nach meiner Zeit dort der Überzeugung, dass ich viel über mich selbst, „BEUTiFi“ und das Land lernen konnte, sodass meine 4 Wochen vor Ort eine Bereicherung für mein Leben darstellen. Als besonders erfreulich empfinde ich, dass ich erneut gesehen habe, wie das in der Schule Erlernte mir am Arbeitsplatz geholfen hat. Trotz allem, was ich an der Hand gehabt habe, bin ich um einiges vertrauensvoller im Gebrauch der englischen Sprache geworden.

Die freie Zeit, die ich in Dublin und auch im restlichen Teil von Irland verbringen konnte hat mich außerdem in meinem Interesse für die keltische Geschichte und Kultur bestärkt und stellt sowohl den Grund für meine weiteren zwei Wochen Reise durch die Republik als auch für meinen Wunsch dorthin zurückzukehren dar.

Karolin R., WG 42

  

Natalie K. in Dublin

Ich habe meine Zeit in Dublin/Irland wirklich sehr genossen. Die Menschen dort sind unglaublich freundlich, die Landschaft ist atemberaubend und der irische Lifestyle einfach einzigartig. Schon nach nur wenigen Stunden auf der immergrünen Insel habe ich mich schon willkommen und wie Zuhause gefühlt. Natürlich war es anfangs schwer meinen Alltag auf Englisch zu managen, aber wie sagt man so schön: ‘You get used to it!‘. Und das ziemlich schnell!

Gewohnt habe ich für meine 5 Wochen Praktikum bei einer Gastfamilie, die etwas außerhalb von Dublin City gewohnt und mich direkt wie ein weiteres Familienmitglied aufgenommen hat. Zu meiner Familien gehörten meine beiden Gasteltern sowie 3 kleinere Geschwister, die mich sofort  als ihre „große“ Schwester angesehen haben, und 2 kleine Hunde. Insbesondere meine Gastgeschwister vermisse ich jetzt immer noch sehr.

Das Praktikum habe ich bei der Restaurants Association of Ireland absolviert. Ein Unternehmen, das hauptsächlich in Kooperation mit anderen großen Unternehmen, Dienstleistungen jeglicher Art für das Gaststättengewerbe bereitstellt. Ein Beispiel sind Prozente für Lebensmittellieferanten.

Die Arbeit, die ich dort zu verrichten hatte, war nicht das, was ich mir anfangs vorgestellt hatte. Briefe zur Post bringen, Excel-Listen erstellen und die Datenbank auf dem neusten Stand halten. Ziemlich eintönig.

Nichts destotrotz hat es nach einer Zeit sogar ziemlich Spaß gemacht. Zusammen mit 3 weiteren Praktikantinnen haben wir uns gegenseitig motiviert, Witze gemacht und auch jede Menge Unsinn, sodass der Tag hinterher doch noch lustig wurde und man sich auf den nächsten Arbeitstag freute. Natürlich blieben freie Tage doch was Schönes ;). Nach Feierabend sind wir manchmal noch zusammen durch die Stadt gezogen und haben noch etwas gequatscht. Auch jetzt habe ich noch mit ein paar von ihnen Kontakt und zusammen planen wir schon unser nächstes Treffen.

An den Wochenenden und teilweise auch nach Feierabend habe ich mich immer mit Karolin getroffen. Zusammen haben wir Dublin und Umgebung unsicher gemacht oder Tagestouren in umliegende Städte und Landschaften unternommen.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass das Praktikum definitiv zur besten Zeit meines Lebens gehört. Auch wenn es anfangs nicht so lief wie erwartet, wurde es im Nachhinein doch richtig toll. Neue Leute kennenlernen, sein Englisch verbessern und ein komplett anderes Leben führen ist einfach eine tolle Erfahrung und ich kann es nur jedem weiter empfehlen. Das, was man mitnimmt, ist es auf jeden Fall Wert.

Natalie Königsmann, WG 42

  

Katharina S. bei „Light on the Path“ in Glasgow

Einer der Hauptgründe, warum ich mich für das Wirtschaftsgymnasium des Berufskollegs Südstadt entschied, waren die internationalen Angebote (Auslandspraktikum, Wirtschaftsenglisch und der Fremdsprachenkorrespondent). Somit wusste ich schon von vornherein, dass ich mein Praktikum im Ausland absolvieren werde. Und so war es dann auch! Für mich ging es nach Glasgow, Schottland, zu Light on the Path. Eigentlich ist dies eine Organisation, die Praktikanten an Unternehmen vermittelt, glücklicherweise aber auch eigene Praktikanten – wie mich – aufnimmt.

Sabrina, meine Chefin, hat mich bereits am Flughafen abgeholt und mich dann zu meiner Gastfamilie gebracht. Somit konnte ich sie direkt an meinem ersten Tag in Glasgow kennenlernen. Sie gab mir bereits einen Schlüssel fürs Büro, sodass ich morgens, falls ich die erste war, schon ins Büro konnte (das fand ich schon sehr interessant, vor allem weil wir uns gerade erst kennengelernt hatten). Mein zweiter Tag in Glasgow war dann auch schon mein erster Praktikumstag. Natürlich war ich überpünktlich, traute mich allerdings nicht ins Büro zu gehen, obwohl ich einen Schlüssel hatte. Somit wartete ich, bis Sabrina auch eintraf (dazu muss man sagen, dass die Leute in Glasgow das mit der Pünktlichkeit alle nicht so ernst nehmen). Dann hatte ich ein Gespräch mit Sabrina, in dem sie herausfinden wollte, was mir Spaß macht und was ich von dem Praktikum erwarte, sodass sie meine Aufgaben dementsprechend anpassen konnte. Letztendlich durfte ich bereits an meinem ersten Arbeitstag, zusammen mit einem anderen deutschen Praktikanten, die Website des Unternehmens bearbeiten, ohne dass vorher jemand drüber geguckt hat. Das war sehr witzig.

Während der vier Wochen habe ich viele Interviews mit anderen Praktikanten und deren Betreuern im Unternehmen geführt, einige schriftlich und andere auf Video. Daraus habe ich dann Fallstudien für die Website geschrieben. Außerdem war ich für die Social Media Seiten (vor allem Facebook) verantwortlich und durfte eigenständig Fotos und Texte dafür schreiben und hochladen. Natürlich habe ich noch viele weitere Aufgaben gemacht, von Sightseeing-Posts und Placement Information bis hin zu Besuchen im Kindergarten und im Streichelzoo durfte ich alles machen. Mir wurde sehr viel Verantwortung überlassen und ich durfte eigenständig arbeiten. Ich habe sehr viel gelernt und deshalb kann ich jedem, der mit der Überlegung spielt ins Ausland zu gehen, nur wärmstens empfehlen, sein Praktikum im Ausland zu absolvieren! Es ist eine einmalige Erfahrung, die einem keiner nehmen kann.

Katharina S., WG 42

  

Robert H. beim Melbourne Symphony Orchestra in Australien

Hamer Hall in Melbourne

Es geht nach Australien! So habe ich mir das Ende der 12. Klasse nun wirklich nicht erträumt. Australien stand für mich schon immer auf der „To Do“ Liste, besonders auf Grund der spektakulären Riffe und Tauchmöglichkeiten, welche man als Taucher definitiv mal gesehen haben möchte. Die Grundidee entstand mit einer Einladung nach Melbourne von alten Freunden der Familie. Es fehlte also nur noch der richtige Praktikumsplatz. Durch meine Familie stand ich schon immer in Kontakt mit der praktischen Ausübung von Kunst, ich interessiere mich aber auch für Berufe im wirtschaftlichen Bereich. So schien ein Praktikum in der Verwaltung des Melbourne Symphony Orchestra eine ideale Mischung aus beiden Welten zu sein.

Ich schickte daraufhin eine schriftliche Bewerbung nach Australien. Nach der Annahme folgte ein Skype Gespräch um mögliche Fragen zu klären. Bereits zu diesem Zeitpunkt war klar, dass ich auf sehr freundliche Menschen treffen werde und das Praktikum Spaß machen wird. Gerade deshalb wollte ich herausfinden, ob Kunstmanagement für mich in Frage kommt.

Das Melbourne Symphony Orchestra ist das älteste professionelle Orchester Australiens und wurde 1906 gegründet. Dieses hatte in seiner Laufbahn mehrere berühmte Dirigenten, wie zum Beispiel Markus Stenz (1998 – 2004), welcher lange im Gürzenich Orchester Köln Kapellmeister war. Heute ist Sir Andrew Davis der Chefdirigent. Das Orchester umfasst 100 festangestellte Musiker sowie 54 Verwaltungsmitglieder. Die Verwaltung hat insgesamt 6 verschiedene Abteilungen. Übergeordnet sind ein Managing Director, Executive Assistant und Director of Human Recources. Also wie man sieht, ist ein Orchester für ein Praktikum in der Verwaltung durchaus geeignet.

Zum größten Teil habe ich in der Einsatzabteilung mit dem Orchestermanagement gearbeitet. Hier ist man für die Musiker verantwortlich und plant die Ablaufplanung von Konzerten, Proben sowie Tourneen. Zudem werden die Arbeitszeiten und Krankschreibungen der Musiker kontrolliert und dafür gesorgt, dass für das Programm immer genügend Musiker an Ort und Stelle sind. Grundsätzlich kann man sagen, dass man mit dem kompletten praktischen Ablauf des Orchesteralltags  in Kontakt kommt.

Robert am Ellery Creek Big Hole, Northern Territory

Ich hatte das Glück, Tickets für sämtliche Vorstellungen zu bekommen, weshalb ich für das Konzert „Gluzman plays Brahms“ an meinem ersten Tag einen Fragebogen bekommen habe, welcher sich auf das Konzert bezog. Dieser sollte mich über die Zeit, als ich Meetings mit Angestellten aus unterschiedlichen Abteilungen hatte, begleiten. So musste ich bei den Meetings gezielte Fragen in allen Abteilungen (z.B. Bildung und Gemeinschaft, Produktion, Artistic Planning und Development) stellen, um den Zusammenhang und die Arbeit der Abteilungen besser nachvollziehen zu können.

Weil in Australien die Hauptlandessprache Englisch ist, hatte ich so gut wie nie die Möglichkeit meine Fremdsprachenkennkenntnisse nicht anzuwenden. Angefangen mit der Bewerbung in englischer Sprache hatte ich die Gelegenheit den erlernten Stoff zu Bewerbungen aus dem Englischunterricht, in die Realität umzusetzen. Außerdem hatte ich durch Unterrichtsfächer wie BWL oder Wirtschaftsinformatik eine sehr gute Grundlage, um an Gesprächen teilnehmen oder Sachverhalte nachvollziehen zu können.

Die Zusammenarbeit mit anderen Mitarbeitern war  sehr positiv und ich kam immer gut mit dem gesamten Team zurecht. Jetzt kann ich sagen, dass Kunstmanagement für mich definitiv als Berufsweg in Frage kommt. Gerade das Zusammenspiel aus Kunst und Wirtschaft sagt mir zu und es ist mir wichtig, dass ich mich mit dem Endprodukt meiner Arbeit identifizieren kann. Es war spannend, in einer großen, interessanten und kulturellen Stadt wie Melbourne zu leben. Natürlich habe ich es mir nicht nehmen lassen, anschließend den Kontinent mit meiner Mutter zu bereisen.  

Robert H., WG 43

  

Lucas Sch. im Büro Wolfgang Bosbachs in Berlin

Als am Ende der Jahrgangsstufe 12 das Betriebspraktikum anstand, habe ich mir ein Dreivierteljahr im Voraus Gedanken darüber gemacht, wo ich dieses absolvieren könnte. Da ich neben dem wirtschaftlichen Tagesgeschehen auch ein großes Interesse für die Politik habe und bereits in der Jugendpartei der CDU, der "Jungen Union", Mitglied bin, habe ich mich nach mehreren Überlegungen  dafür entschieden, mich bei dem Abgeordneten meines Wahlkreises (Rheinisch-Bergischer-Kreis) der Unionsfraktion im Bundestag zu bewerben. Nach dem Abschicken meiner Bewerbung an das Büro Wolfgang Bosbachs habe ich einige Wochen gewartet. Als die positive Rückmeldung kam, habe ich natürlich die Praktikumsstelle angenommen und mich lange mit großer Freude und Neugier auf die kommende Herausforderung gefreut.

Mit gemischten Gefühlen ging es am ersten Tag für mich mit der S-Bahn vom Gesundbrunnen in Berlin zum Brandenburger Tor, denn dort befindet sich das Büro Bosbach in den historischen Liegenschaften des ehemaligen Ministeriums für Volksbildung der DDR. Im Büro wurde ich herzlich begrüßt und den Mitarbeitern vorgestellt. Nachdem ich mir meinen Hausausweis bei der zuständigen Behörde abgeholt hatte, ging es für mich zum Bundestag. Dort hat mich ein anderer Studienpraktikant in die unterirdischen Gänge, Überführungen und alle Gebäude eingewiesen. Zugegeben – ich habe mich in den ersten Tagen nicht zurecht gefunden  und mich am zweiten Tag  in den unterirdischen Gängen verlaufen, da die Institution Bundestag aus dem "Paul-Löbe-Haus", dem "Marie-Elisabeth-Lüders-Haus", dem "Jakob-Kaiser-Haus" und last but not least dem Reichstag besteht (die Bürokomplexe ausgenommen).

Die erste Woche bestand überwiegend daraus, mich einzufinden, mit dem Team warm zu werden und auch aus Pressezusammenfassungen und Ausarbeitungen zu Themen wie der Erhöhung des Mindestlohns oder dem Brexit (für den das Vereinigte Königreich am Freitag vor Beginn des Praktikums gestimmt hatte). Die Atmosphäre im Büro war überraschend locker, jedoch trotzdem fachbezogen und professionell.

In der zweiten Woche war mein Terminkalender etwas voller als in der ersten. Dies war eine Sitzungswoche, also standen für mich unter anderem die Verfolgung einer Sitzung im Plenarsaal von der Besucherebene aus an , die Verfolgung einer Sitzung im Innenausschuss, ebenso wie mehrere Veranstaltungen der Unionsfraktion in deren Fraktionssaal (die interessanteste war zum Thema "Antisemitismus im fundamentalistischen Islam"). In dieser Woche bin ich vermehrt auf Politprominenz in den Gängen getroffen (z.B. war ich einmal im Aufzug mit der Verteidigungsministerin von der Leyen). Dies war eine einmalige und nennenswerte Gelegenheit, unsere Politiker abseits der  Kameras zu erleben, eine interessante Erfahrung, die ich so schnell nicht vergessen werde.

Nachdem ich am Wochenende Besuch von zwei guten Freunden aus Köln bekommen hatte, bin ich in die dritte Woche gestartet. Dies war die erste der parlamentarischen Sommerpause, die allerdings keine wirkliche Pause ist. Trotz der Pause muss ein permanent wachsender Stapel an Akten und anderweitigen Dingen abgehakt werden, diese wurde vor allem durch das Auftreten mehrerer Krisen nicht kleiner (Terror in Nizza und München, Amoklauf in Würzburg, Militärputsch in der Türkei etc.). Vor allem von den innenpolitischen Problemen waren wir unmittelbar betroffen, da Herr Bosbach ja einer der bekanntesten (wenn nicht sogar der bekannteste) Innenpolitiker nach dem Innenminister ist. Auch hatte er jahrelang den Vorsitz des Innenausschusses inne, hat diesen jedoch letzten Sommer nach dem Bruch mit seiner Partei im Punkt Rettungsschirm für Griechenland abgegeben.

Nach diversen Ausarbeitungen zu Themen wie CETA, Brexit, Racial Profiling, Militärputsch Türkei und natürlich bürokratischen Arbeiten ging meine Praktikumszeit zu Ende. Sehr interessant war auch am vorletzten Abend ein Besuch der Politshow "Menschen bei Maischberger", wo ich mit dem Büroleiter Herrn Glock  hinter der Kamera stand, während Herr Bosbach im Fernsehen mit anderen Gästen debattierte.

Unterm Strich kann ich sagen, dass es einer der prägendsten Erfahrungen war, die ich je gemacht habe. Die Schnelligkeit und Effizienz, mit der unsere Politik auf das Tagesgeschehen reagieren muss, ist erstaunlich (oder wie es der Büroleiter Herr  Glock gerne artikuliert hat: "Wir sind sowohl getragen als auch getrieben von der Tagespolitik")!

Es war sehr spannend, den Alltag eines Bundestagsabgeordneten mit all seinen sowohl schönen Seiten als auch schwierigen Situationen kennenzulernen. Jedem, der politisch interessiert ist, würde ich ein solches  Praktikum wärmstens empfehlen.

Lucas Sch., WG 42

 

Jule und Miriam beim English Language Centre in Brighton

Das Bild zeigt Miriam (links), Jule (rechts) und unsere Praktikumsbetreuerin Janice Martin.

Wir,  Jule und Miriam,  absolvierten unser  Praktikum bei der Sprachschule „ELC“ d.h. English Language Centre in Brighton im Vereinigten Königreich.  Die Arbeit mit internationalen Mitarbeitern und Schülern machte uns sehr viel Spaß. Unsere Englischkenntnisse sowie unsere Eigenständigkeit haben sich verbessert. Das  Stipendium von Erasmus+ bezahlte zum Glück einen großen Teil unserer Kosten. Das Praktikum können wir nur weiter empfehlen, da man über sich hinaus wächst und viel erlebt.

Miriam K. und Jule W., WG 42

Betriebspraktikum bei der Lufthansa AG in Köln Deutz

Als es darum ging, die richtige und vor allem passende Praktikumsstelle zu suchen und zu finden, habe ich mir viele Gedanken gemacht, was für mich selber interessant sein könnte. Da ich mir schon sehr sicher bin, dass ich in Zukunft am liebsten in einem großen internationalen Unternehmen im Bereich Management arbeiten möchte, habe ich mir überlegt, was im Raum Köln zur Verfügung steht. So bin ich dann auf die Lufthansa gestoßen und habe an die Niederlassung in Köln Deutz eine Bewerbung geschrieben. Recht schnell bekam ich eine Zusage. Bevor ich mein Praktikum antreten durfte, musste ich dem Unternehmen eine Zuverlässigkeitsüberprüfung und eine Kopie meines Personalausweises zusenden, da die Sicherheitsbestimmungen in einem so großen und wichtigen Unternehmen, vor allem im Bereich Luftverkehr, sehr verschärft sind. Meine Erwartungen an das Praktikum waren recht hoch und sind, wie ich nun im Nachhinein sagen kann, definitiv bestätigt worden.

Während meines Praktikums bei der Lufthansa AG in Köln Deutz, arbeitete ich in der Abteilung „Unternehmensabschlüsse Konzerngesellschaften“. Als konzernweiter Dienstleister verantwortet die Abteilung die Erstellung der Einzelabschlüsse (Monats-, Quartals und Jahresabschlüsse) einzelner Konzerngesellschaften (Germanwings GmbH, CityLine GmbH, Eurowings GmbH) und ist Ansprechpartner bei Fragestellungen zu Bilanzierungs- und Bewertungsthemen.

Mein Aufgabenfeld war recht breit gefächert. Ich überarbeitete Excel-/SAP-Tabellen und Handbücher, recherchierte Dinge, durfte an Meetings und Gesprächen teilnehmen oder saß neben Mitarbeitern und schaute bei Arbeiten zu, die sie mir nebenbei erklärten.

Meine bis dahin vorhandenen Fachkenntnisse in BWL und Rewe kamen in großem Ausmaß zum Einsatz, was für mich, aber auch für die Mitarbeiter, ein großer Vorteil war. So mussten sie mir beispielsweise nicht mehr erklären, was eine Bilanz oder GuV Rechnung ist oder mir andere Begriffe bzw. Inhalte ausführlich erklären.

Für mich war es wirklich hilfreich, den „trockenen“ Stoff aus dem Unterricht angewendet und praktisch ausgeführt zu sehen und dadurch besser zu verstehen. Außerdem habe ich viele neue Einblicke in die Arbeitswelt und vor allem in den Bereich Bilanzierung bekommen. Ich habe schon während meiner Zeit bei der Lufthansa gemerkt, wie sehr mir das Praktikum im Zusammenhang mit der Schule und den dort erlernten Themen geholfen und es mich bereichert hat. Für mich persönlich war es auch sehr gut mal zu sehen, wie ein „Arbeitstag“ im Gegensatz zu einem Schultag ist.

Die Mitarbeiter haben sich von Anfang an um mich gekümmert und geschaut, dass mir nicht langweilig wird, mich eingebunden und mir das Praktikum wirklich interessant gestaltet. Alle meine Fragen wurden beantwortet und immer hat sich jemand Zeit für mich genommen.

Ich würde die Lufthansa auf jeden Fall als Praktikumsunternehmen weiterempfehlen, da man sich dort wirklich um den Praktikanten / die Praktikantin kümmert.

Ich bin sehr dankbar für die aufschlussreiche Zeit bei der Lufthansa AG in Köln Deutz.

Elisa Lafos, WG 31

 

Praktikum bei der Firma Brillux

Ich habe mein dreiwöchiges Betriebspraktikum als Kauffrau im Groß- und Außenhandel  in der Brillux Niederlassung Köln-Merheim absolviert. Als Partner unserer Schule ist mir das Unternehmen bereits während der Berufsorientierungstage in der 11. Klasse positiv aufgefallen.

Brillux ist ein Familienunternehmen, welches 1889 von Horbecker und König gegründet wurde. Als konzernunabhängiger Hersteller von Bautenfarben und –lacken mit 4 Produktionsstätten in Deutschland, 160 Niederlassungen in Deutschland, Polen, Österreich, in der Schweiz und in den Niederlanden und Hauptsitz in Münster ist Brillux  mit über 2500 Mitarbeitern eines der größten Unternehmen seiner Branche.

Während meines Praktikums erhielt ich einen guten Einblick in die Tätigkeiten der Mitarbeiter und die Organisation des Unternehmens. Zu meinen Aufgaben gehörten das Auffüllen der Warenregale im MalerMarkt und das Bedienen der Farbsystemanlagen. Zudem war ich für den Wareneingang und Warenausgang zuständig. Neben den allgemeinen Lagertätigkeiten habe ich Kundenaufträge erfasst und Flyer für verschiedene Veranstaltungen erstellt. Außerdem durfte ich mit dem LKW-Fahrer zu den Kunden fahren. Ich habe bei der Auslieferung der Ware geholfen und konnte die Niederlassungen in Leverkusen und in Köln Marsdorf kennenlernen.

Alles in allem kann ich sagen, dass mir die Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern viel Spaß gemacht hat und ich das Praktikum bei Brillux weiterempfehlen kann.

Ezlat Jaret Said, WG 31

 

 

Betriebspraktikum bei der Red Sea Mall Company in Jeddah, Saudi Arabien

Bereits als ich mich entschied, das Wirtschaftsgymasium zu besuchen, war für mich klar, dass ich mein Praktikum am Ende der Q1 im Ausland machen möchte, hauptsächlich um meine Fremdsprachenkenntnisse zu stärken.

Die Chance, dieses in einer der zahlreichen Shopping Malls in der Hafenstadt Jeddah in Saudi Arabien zu absolvieren, war sehr exotisch und hat mich vom ersten Moment an gereizt.

Meine Erwartungen an diese "Reise" waren recht simpel, nämlich sich einfach mal auf etwas Unbekanntes einzulassen und zu versuchen, fremde Menschen und ihre Kultur zu erleben und zu verstehen. Nach einer Papierkram-Odyssee erhielt ich mein Visum für die 4 Wochen des Praktikums und konnte am 12.06.2015 endlich die Reise ins Königreich Saudi Arabien antreten. 

Angekommen an der Westküste des Wüstenstaats wurde ich bei 45 Grad Außentemperatur im Schatten abgeholt und direkt zur Red Sea Mall gebracht.

Dort erwartete mich bereits eine sehr interessierte Bürobelegschaft, für die ich natürlich auch ein besonders untypischer Gast war. Ich erhielt einen 4-wöchigen Arbeitsplan, welcher mir einen Einblick in jede Abteilung des Unternehmens vermitteln sollte. Meine Aufgabe war in erster Linie die Unternehmensstruktur der Red Sea Mall kennenzulernen und zu verstehen, wie man ein solches Unternehmen aufbaut, führt und was bzw. wen es braucht, damit ein solches funktioniert.

Zudem konnte ich mich sehr gut mit eigenen Ideen zum Entwurf einer Navigationsapp für die Mall einbringen, Gespräche mit den Softwareentwicklern führen und über Verbesserungen diskutieren.

Als Dienstleistungsunternehmen vermietet die Red Sea Mall Company Gewerbefläche, hauptsächlich sind dies Boutiquen (von H&M bis Gucci) und mit mindestens 20% anteiliger Fläche Restaurants und Fast-Food-Ketten. Wie ich dort am eigenen Leibe erfahren habe, gehört es zum Lifestyle und für viele zum täglichen Ritual Freunde und Familie zwischendurch anzurufen und die Arbeit niederzulegen, um einfach zusammen zu essen und sich über alles Mögliche auszutauschen.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass ich eine sehr interessante Zeit mit fantastischen "Fremden" hatte, die ich heute als Freunde schätzen darf. Ich kann jedem Schüler, der die Möglichkeit hat, sein Praktikum im Ausland zu absolvieren, nur raten, sich dafür zu entscheiden und es einfach zu tun!!

Lucas Jäntsch, WG 31

Mein Praktikum beim europäischen Innendienst von IBM in Dublin, Irland

Ich habe mein dreiwöchiges Schulpraktikum in der Hauptstadt von Irland, Dublin, bei dem internationalen Unternehmen IBM (International Business Machines) Corporation absolviert. IBM wurde 1911 in den USA gegründet beschäftigt weltweit über 425.000 Mitarbeiter in mehr als 170 Ländern, davon arbeiten ungefähr 21.000 Menschen in über 40 Standorten in Deutschland.

Drei Wochen lang konnte ich also in ein Unternehmen reinschauen, das weltweit an der Spitze steht und agiert. Ich habe sehr viel Neues kennengelernt und gesehen: Ich war ein Teil eines Projektteams, das ein System entwickeln sollte, um die Arbeit der Seller (also der Verkäufer, die im direktem Kontakt mit den Kunden stehen) zu vereinfachen und zu beschleunigen. IBMs Kunden sind hauptsächlich Unternehmen und keine Privatkunden. In meinem Projektteam wurde ich wie ein vollwertiges Mitglied behandelt und nahm an sämtlichen Veranstaltungen teil, die sich boten. Wir stellten unser Projekt verschiedenen Arbeitsgruppen aus verschiedenen Ländern vor, die in Zukunft mit unserem System arbeiten sollten und machten sie damit vertraut. Ich habe die Anfangsphase des Projektes miterlebt, es wird allerdings, wenn alles nach Plan läuft, frühestens im Frühling 2016 vollendet sein.

Zudem habe ich viele Menschen kennengelernt, hauptsächlich aus Spanien und Irland, allerdings auch Niederländer, Franzosen und Italiener und konnte so auch in viele unterschiedliche Berufsgruppen hineinschauen. Mit einigen stehe ich noch heute in Kontakt. An einem Tag kam auch Besuch aus Amerika. Alle waren freundlich und äußerst hilfsbereit. Es hat mir sehr viel Spaß gemacht, mit diesen Menschen zu arbeiten und bei IBM mein Praktikum zu machen.   

 

Jil Oeltermann, WG21

My internship at ARES Corporation, Washington State, USA

Anna Miebach WG22
by Anna Miebach WG22

 

When I heard that we would have the opportunity to do our school internship abroad I decided to do it with ARES Corporation. I chose to do an internship abroad because I was really interested in the structure of an American company.

ARES Corporation is an engineering and technology consulting company. It is a manufacturer specializing in the key areas of nuclear and clean technology as well as space and defense.

I got to know the company during my year as a foreign exchange student because my host mother was an employee at ARES Corporation. I thought it would be a great opportunity to do my internship with ARES Corporation because I had already got to know some managers, some employees and the company. I liked the working atmosphere and I was willing to learn more about their work.

During my three week internship at ARES Corporation I worked in several different departments. I worked in the Administrative Department, the Accounting Department, the Human Resources Department and the Project Management Department. In this way I received a good insight into how ARES Corporation is run and what tasks each department has.

While I was working in the Administrative Department I had to answer the phone. My main task, however, was to deal with correspondence. That means that I had to convert a draft letter into the final letter. I was responsible for the distribution and duplication of correspondence. I also filed correspondence.

I helped create an expense report in the Accounting Department. I learned how to make out invoices for travel expenses and for the software products ARES Corporation sells. Furthermore, I experienced the process of sending an invoice to a client and how to update a cost tracking sheet. One of my tasks was to review invoices.

I also worked in the Human Resources Department for two days. We focused on the process of hiring a new employee and on the termination of employment.

My Project Management activities included learning how to fill out a timesheet on which the employees list how long they work for each project. This ensures that the accounting staff know how much they have to bill for each project. ARES also has to prove that the company meets the quality assurance requirements for the project. The process of creating a work break structure, a cost estimate and a work schedule is also part of the Project Management activities. I was able to shadow the above mentioned processes.

Looking back at my internship I can say that I truly enjoyed it. ARES Corporation is a great company with many quality employees. The employees at ARES Corporation are nice and welcoming people. I enjoyed working with each of them and I enjoyed learning something new every day. I was surprised about the friendly and relaxed American working atmosphere.

I would say that the learning aspect is the biggest advantage of doing the internship with ARES Corporation. I was able to gain a lot of knowledge of different fields. Additionally, I was able to improve my foreign language skills and my skills in behaving professionally.

From this experience I will benefit in every aspect of my professional life.

 

Anna Miebach, WG 22

 

Anna-Mariya A. bei der ECOSTEEL GROUP in Moskau

Das Unternehmen "ECOSTEEL GROUP" hat seinen Hauptsitz in Moskau und ist damit kein leichtes Ziel. Meine Recherche nach einem Praktikumsplatz begann im Frühling und "ECOSTEEL GROUP" gehörte von Anfang an zu meinen Favoriten. Nach einem Telefonat mit der Firma wurde ich gebeten, eine Bewerbung per E-Mail einzureichen. Meine Bewerbung habe ich auf Russisch und Englisch geschrieben und sehr persönlich gestaltet. Eine Zusage nach drei Tagen Wartezeit war das Ergebnis.

Das Unternehmen ist in der Metallbranche tätig und hauptsächlich für die Herstellung und Verkauf von speziellen Maschinen verantwortlich. Da viele Kunden und Partner der Firma ihren Hauptsitz in Europa haben, waren meine Sprachkenntnisse von Vorteil. Die erste Woche war ich besonders für Telefonate und Dokumentübersetzungen verantwortlich. Ich habe Gespräche sowohl auf Englisch als auch auf Deutsch führen müssen. Der Empfang einer Partnerfirma aus Canterbury, England gehörte ebenfalls zu meinem vielfältigen Aufgabenfeld. Unter Aufsicht meiner Betreuerin durfte ich auch eine Präsentation vorbereiten, die später auch benutzt wurde und für positives Feedback der Kunden sorgte.

Mein Kollegium war eine große Hilfe und Unterstützung für mich. Der schnelle Rhythmus zieht sich durch alle Tätigkeiten in Moskau und sich daran zu gewöhnen war für mich die größte Herausforderung. Die Möglichkeit mitten in der Nacht zum Notar fahren zu können, um wichtige Dokumente beurkunden zu lassen, bietet eine sehr flexible Tagesgestaltung, lässt jedoch das Gefühl von Tag und Nacht verblassen. Das Praktikum gab mir die perfekte Gelegenheit meine Englischkenntnisse unter Beweis zu stellen. Durch den Englischunterricht am Berufskolleg konnte ich problemlos offizielle Telefonate führen und Geschäftsbriefe verfassen.

Das Praktikum hat mir eine ganz neue Arbeitswelt gezeigt, die man mit der deutschen nicht vergleichen kann. Ich habe die Menschen in Russland als warmherzige, offene und unglaublich hilfsbereite Menschen kennen und lieben gelernt. Ich bin froh, dass ich diese Erfahrung machen durfte.

Anna-Mariya Astanina, WG 12

 

 

Dilan Y. bei Ende`s Car Wellness in Breda (NL)

Das Unternehmen „Ende‘s Car Wellness“ in Breda (Niederlande) beschäftigt sich seit 2004 mit der Reinigung, Pflege und Aufbereitung von Gebrauchtwagen, Neufahrzeugen, Oldtimern, Wohnwagen, Transportern, LKWs usw. Das Interesse es Unternehmens besteht in erster Linie darin, durch professionelle Aufbereitung den Wert eines Fahrzeugs erheblich zu steigern.

Das Betriebspraktikum 2013 im Betrieb Ende`s Car Wellness war für mich eine sehr gute Erfahrung. Durch den Praktikumsort in Breda und Dordrecht war es mir möglich, die holländische Kultur besser kennen zu lernen und neue Bekanntschaften mit Menschen aus verschiedenen Ländern zu schließen.

Weiterhin konnte ich durch den Dialog mit den Geschäftsführern viele Erfahrungen und Informationen über die Rolle eines Unternehmers gewinnen. Zu diesen Erfahrungen gehört der Besuch bekannter Autohäuser, Arbeit im Büro und Promoting der Firma. Ich dürfte auch selbstständig einige Aufgaben übernehmen, die mein Selbstbewusstsein sehr gestärkt haben wie z.B. den Kundenservice.

Mir persönlich hat das Praktikum sehr viel Spaß gemacht, da ich mich mit allen Mitarbeitern sehr gut verstanden habe und meine Aufgaben zur vollen Zufriedenheit der Geschäftsführung erledigt habe. Zudem waren meine Betreuer sehr geduldig, somit hatte ich keine Angst, Fragen zu stellen. Gelernt habe ich in diesem dreiwöchigen Praktikum vor allem, selbstständig zu arbeiten. Den Praktikumsplatz bei Ende`s Car Wellness würde ich weiterempfehlen, da das Praktikum meine Erwartungen in vollen Umfang erfüllte und diese sogar übertraf.  

Dilan Yesilyurt, WG 11

 

Samira S. in Liverpool

Links Evelin, rechts Samira

Ich habe mein Praktikum am Liverpool Community College in Großbritannien gemacht.

Während meiner Praktikumszeit habe ich in einem Studentenwohnheim mit meiner Klassenkameradin Evelin Bobb gewohnt. Die Lage war sehr zentral und wir brauchten zu Fuß nur etwa 20 Minuten, um zur Arbeit zu kommen. Das Foto zeigt uns beide vor dem Liverpool Community College.

Unsere Kollegen waren sehr aufgeschlossen und freundlich. In der ersten Woche war unsere Arbeit etwas monoton, wir mussten die Studentenakten einscannen und auf dem Computer speichern.
Aber im Verlauf des Praktikums wurden wir mit vielen verschiedenen Aufgaben vertraut gemacht wie z.B. Post, Kalkulationen, Telefonieren, Gespräche mit den Studenten etc.

Wir haben auch einen Einblick in die eigentlichen Aufgabenbereiche der Mitarbeiter bekommen und konnten ihnen über die Schulter schauen.

Ich kann ein Praktikum im Ausland jedem empfehlen, der später etwas im Bereich Sprachen machen möchte und im Ausland arbeiten möchte. Außerdem stärkt es das Selbstbewusstsein, wenn man in einem fremden Land ganz auf sich allein gestellt ist. Wenn man die Chance dafür bekommt, sollte man nicht zögern sie zu nutzen.

Samira Schmidt, WG 11

 

Auslandspraktikum in Spanien

Da ich mich schon seit Jahren sehr für die spanische Sprache sowie die spanische Kultur interessiere, war ich sofort von dem Angebot meiner Schule, mein dreiwöchiges Praktikum im Ausland zu absolvieren, angetan. Ich entschied mich, das Praktikum an der Rezeption eines großen Aparthotels auf Mallorca zu machen.

Zu meinen Tätigkeitsbereichen zählten zahlreiche abwechslungsreiche Aufgaben, von der Kundenbetreuung wie zum Beispiel dem Empfang anreisender Gäste über die telefonische Autovermietung bei der Partnerfirma bis hin zu Bürotätigkeiten. Ab dem zweiten Tag war ich in der Lage, nahezu alle Aufgaben selbstständig zu übernehmen und auszuführen. Zum Beispiel gab ich den Gästen Auskunft und Informationen über die Hotelanlage sowie Öffnungszeiten des Restaurants, Inklusiv-Leistungen wie Minigolf, buchbare Themenrestaurants und andere Freizeit- und Urlaubsaktivitäten. Desweiteren arbeitete ich mit dem eigenen Computerprogramm der Hotelkette, welches ich zum Beispiel für die Reservierung von Handtüchern, eines Mietsafes, den Verkauf von Postkarten etc. benötigte.

Für mich war es daher ein ganz besonderes Highlight, als meine Kollegen und der Personalchef schon nach der ersten Woche so viel Vertrauen in mich hatten, dass ich für kurze Zeiträume alleine hinter der Rezeption eines so großen Hotels stehen durfte.

Jeder Tag war etwas ganz Besonderes für mich und voller neuer Erfahrungen, da ich sowohl meine Kenntnisse in Spanisch als auch Methoden aus der Handelskorrespondenz (auch in Englisch zur Beantwortung von E-Mails und Briefen) anwenden und erweitern konnte.

Das Auslandspraktikum hat mir sehr viel Spaß bereitet und ich würde diese Erfahrung jederzeit gerne wiederholen!

Sarah Braun, WG 11

 

Johanna B. bei Evonik Industries in Wesseling

Ich habe mein 3-wöchiges Betriebspraktikum bei Evonik Industries in Wesseling gemacht. Ich habe dort im Ingenieurbüro und in einigen kaufmännischen Abteilungen gearbeitet. Am meisten Spaß hat es mir im Einkauf und der Warenannahme gemacht. Dort konnte ich nachvollziehen, wie es von der Bestellung der Waren bis zur Lieferung geht und alle Abläufe mitverfolgen.

Insgesamt hat mein Praktikum mir sehr viel Spaß gemacht und ich überlege zurzeit, dort eine Ausbildung zur Industriekauffrau zu machen, denn es ist ein Beruf mit Zukunft. Außerdem kann man sich nach der Ausbildung immer noch weiterbilden, beispielsweise mit einem Studium als Wirtschaftsingenieur oder auch mit einem BWL-Studium. Das Praktikum hat mich in meiner Berufswahl auf jeden Fall beeinflussen können.

Johanna Brunner, WG 11

 

Burcu A. bei Hydro Aluminium Rolled Products GmbH

Mein Betriebspraktikum habe ich bei der Hydro Aluminium Rolled Products GmbH in Grevenbroich absolviert. Das Unternehmen ist in der Metallindustrie vertreten und beschäftigt ungefähr 2100 Mitarbeiter. In dem Werk wird Aluminium gewalzt und verarbeitet.

Ich war in der Personalabteilung im Bereich Entgelt tätig. Zurzeit führt das Unternehmen das Programm SAP ein, daher musste ich Daten, die nicht in einer Datenbank eingetragen sind, erfassen, zum Beispiel Stellenbeschreibungen der gewerblichen Mitarbeiter, aber auch der Angestellten. Zudem habe ich Leistungsbeurteilungen der Mitarbeiter nach Aktualität verglichen und in Excel erfasst. Jeder einzelne Mitarbeiter musste über die SEPA Einführung informiert werden, so habe ich die Infoblätter nach Abteilungen sortiert und vorbereitet.

Die Mitarbeiter bei Hydro Aluminium waren alle sehr nett und hilfbereit. Das Praktikum würde ich weiterempfehlen, denn man kann dort seine betriebswirtschaftlichen Kenntnisse unter Beweis stellen.

Burcu Akcay, WG 12

 

Jacqueline P. in Brighton

Am Ende der 12. Klasse hatten meine Klassenkameraden und ich die Möglichkeit, Arbeitserfahrungen in von uns ausgewählten Unternehmen zu sammeln. Da das Berufskolleg Südstadt Auslandspraktika anbietet, habe ich mich für ein Auslandspraktikum in England entschieden. Der Grund war, dass ich bereits in der Schule viel über das Arbeitsleben in England erfahren hatte, aber leider noch nicht selbst daran teilgenommen hatte. Für mich hatte es einen großen Reiz zu sehen, wie man in England arbeitet und natürlich wollte ich meine bereits erlernten Business English Kenntnisse einsetzen.

In England habe ich in dem Unternehmen „JapStudies“ gearbeitet, das den Austausch von ausländischen Studenten in Brighton fördert. Dazu gehört die Vermietung von Unterkünften, die Vermittlung an Sprachschulen oder Universitäten und die Betreuung der Studenten bei Fragen oder Problemen. Während dieser drei Wochen hatte ich also viel Kontakt mit internationalen Studenten. Einer meine Aufgaben war es, den Studenten die Wohnungen in Brighton zu zeigen, dadurch konnte ich meine Orientierung in Brighton verbessern. Zudem war ich für die Betreuung der Homepage zuständig und konnte Erfahrungen im Online-Marketing sammeln.                                           

Dadurch, dass ich viel mit ausländischen Menschen oder Engländern zusammen war, habe ich viel Englisch gesprochen. Zudem konnte ich viele kulturelle Einblicke in Brighton sammeln, das lag nicht zuletzt daran, dass ich in einer typisch englischen Familie gelebt habe.

Ich bin dankbar für diese Erfahrung und würde jedem ein Auslandspraktikum empfehlen, weil es sehr interessant ist und man dort viele wertvolle Erfahrungen für die Zukunft sammeln kann.

Jacqueline Prauß, WG12

 

Julia B. in Arequipa (Peru)

Casa Verde

Schon seit einigen Jahren habe ich Kontakt zur Organisation Casa Verde, einem Kinderheim für Straßenkinder in Peru. Als es dann im Sommer 2012 darum ging, wo ich mein Schulpraktikum absolvieren sollte, stand für mich die Entscheidung schnell fest: Ich wollte nach Peru und die Kinder von Casa Verde kennen lernen.

Casa Verde ist ein Kinderheim in Arequipa, der zweitgrößten Stadt in Peru mit etwa 1 Millionen Einwohner. Die Stadt wird überragt von dem aktiven Vulkan Misti, der etwa 2-3 Mal die Woche ein Erdbeben verursacht. Das Kinderheim selbst wurde 1998 von Volker Nack und seiner Frau Dessy Zanabria gegründet. Heute leben dort bis zu 35 Kinder, aufgeteilt in ein Haus für Jungen und eines für Mädchen.

Ich konnte bei Dessy und ihrem Mann wohnen und entsprechend morgens mit Dessy zur Arbeit fahren. Volker war zu dieser Zeit in Deutschland. Es ergab sich, dass ihr Sohn Simon zwei Wochen Ferien hatte, so dass ich auch in meiner Freizeit jemanden hatte, der mir zeigte, wie ich mich in Peru bewegen konnte, denn die Schwierigkeiten beginnen für jemanden, der das Land nicht kennt, schon beim Busfahren.

In der ersten Woche hatte ich Gelegenheit, mich erst einmal an alles zu gewöhnen. Ich erledigte Botengänge, nahm an der Mitarbeiterversammlung teil. Um die ganze Organisation und auch die Kinder kennen zu lernen, bekam ich die Aufgabe, mit den Kindern Briefe zu schreiben und Fotos zu machen, die den Paten in Deutschland und den USA zugesendet werden sollten. Auf diese Weise wurde mir der Einstieg in die Arbeit sehr vereinfacht. Innerhalb der ersten fünf Tage lernte ich alle Mitarbeiter, alle Kinder und sämtliche Wege kennen, die ich für mein Praktikum brauchte.

Mein größtes Problem während des Praktikums war mein Spanisch. Ich hatte zwei Jahre Spanisch in der Schule gelernt und war sonst nie mit der Sprache in Berührung gekommen. Hinzu kommt, dass jedes lateinamerikanische Land seine eigene Variante hat, so auch Peru, wo sich das Spanische mit Ketschua und anderen Sprachen mischt. Ich hatte jedoch sehr ausdauernde und hilfsbereite Kollegen, die sich mit mir mit Hilfe von Händen und Füßen verständigten, bis ich langsam in die Sprachen hinein fand. Das gesamte Arbeitsklima war sehr gut, wenn auch permanent überschattet von den starken sozialen Problemen, die im Land herrschen.

Besonders gut hat mir die Arbeit mit den Kindern gefallen, die alle sehr aufgeschlossen und nett waren. Ich konnte auch an vielen Stellen mein Schulwissen einsetzten. So musste ich beispielsweise eine Excel-Tabelle zur Erfassung von Einnahmen und Ausgaben erstellen. Ich hatte auch oft Besprechungen mit meiner Chefin, die hoffte meine BWL-Kenntnisse einzusetzen, um die Arbeitsstruktur zu verbessern. Wir mussten uns am Ende jedoch beide damit abfinden, dass typisch deutsche Firmenstrukturen am kulturellen Unterschied scheitern.

Besonders schön war für mich auch, dass ich meine Freizeit sehr großzügig gestalten durfte und ich immer wieder während der sechs Wochen die Gelegenheit bekam durch Peru zu reisen. Teilweise konnte ich diese Touren mit Geschäftsterminen verbinden, da ich Dessy häufig zu Außenstellen von Casa Verde begleiten konnte. Es war jedoch auch kein Problem, dass ich meine Wochenenden verlängerte, um ein bissen rumzureisen.

Julia B. links im Bild

Nicht außer Acht zu lassen ist jedoch der Kostenfaktor. Die Organisation hat nicht sehr viel Geld zur Verfügung und so bezahlte ich alles, unter anderem auch die Geschäftsreisen, selbst. Hinzu kommen Kosten für den Flug, die Unterbringung, Essen und vieles mehr.

Alles in allem war mein Praktikum eine Zeit, an die ich mich sehr gerne und mit viel Freude erinnere. Ich habe sowohl die schönen als auch die Schattenseiten von Peru kennengelernt und bin mit einem sehr viel größeren Erfahrungsschatz und unvergesslichen Eindrücken einer Kultur, die sich sehr stark von der meinen unterscheidet, zurück nach Deutschland gekommen. Ich kann meine Praktikumsstelle daher nur weiterempfehlen.

Julia Bobka, WG12

 

Merle D. bei einem Finanzberater

In den 3 Wochen vor und in den Sommerferien habe ich mein Praktikum bei meinem Vater, einem Finanzberater gemacht. Obwohl Finanzen und Zahlen ja gewöhnlich eher langweilig sind, war das Praktikum sehr interessant. Neben Telefondienst, Dokumente scannen, kopieren und ordnen durfte ich auch an den Beratungsgesprächen mit den Kunden teilnehmen. Dies war eine völlig neue Erfahrung für mich. Es war oftmals gar nicht so leicht, mit den Kunden zu einer gemeinsamer Lösung für ihre Wünsche und Vorstellungen zu kommen.

Mein Vater arbeitet in den Bereichen Geldanlagen, Baufinanzierung und Versicherung, so konnte ich einige der verschiedenen Bereiche der Finanzdienstleistung erkunden. Natürlich habe ich viel am Computer und mit Excel gearbeitet. Ich hatte meinen eigenen Arbeitsplatz und meine eigenen Aufgaben, dadurch habe ich mich richtig mit einbezogen gefühlt. Durch die Arbeit mit Excel-Tabellen konnte ich mein Wissen aus Wirtschaftsinformatik gut nutzen, leider konnte ich weniger aus BWL einbringen. Das fand ich schade. Besonders gut fand ich, dass mir alles erklärt wurde und ich auch zu allem Fragen stellen durfte.

Da ich bei meinem Vater gearbeitet habe, ging es etwas relaxter zu als in der Schule, allerdings war es sehr wichtig, bei den Beratungsgesprächen seriös und vertrauenswürdig aufzutreten. Deshalb hatte ich auch ein wenig Angst vor dem ersten Beratungsgespräch, bei dem ich dabei sein durfte, weil ich Angst hatte, etwas falsch zu machen und den möglichen Kunden zu verärgern. Zum Glück ist alles gut gelaufen und ich habe mit der Zeit gemerkt, dass es am besten ist ganz entspannt zu sein, weil sich das auch auf den Kunden überträgt. Mit hat das einen großen Selbstvertrauensschub gegeben und ich kann jetzt viel offener auf Menschen zu gehen. Der Beruf Finanzberater an sich wird wohl nicht mein zukünftiger Beruf, da die Branche mir zu unsicher ist, vor allem, wenn man selbstständig arbeitet wie mein Vater. Wenn man aber Spaß an ein wenig Risiko und Zahlen hat, kann ich ein Praktikum beim Finanzberater nur weiterempfehlen.

Merle Dokkum, WG12

 

Rasit G. beim Rentenservice der Deutschen Post AG

Im Zeitraum vom 08.07. bis zum 26.07.2013 absolvierte ich mein Betriebspraktikum beim Rentenservice der Deutschen Post AG in der Niederlassung in Köln-Ehrenfeld. In diesen drei Arbeitswochen konnte ich einige Eindrücke sammeln. Durch eine Bekannte aus meinem Familienkreis, die dort tätig ist, durfte ich erfahren, dass der Rentenservice viel Wert auf Schülerpraktika legt und es hauptsächlich positive Resonanzen gab. Dies weckte meine Neugier und ich bewarb mich kurz darauf per E-Mail. Ich erhoffte mir einiges von diesem Praktikum, vor allem weil der Konzern Deutsche Post DHL international bekannt und vertreten ist. Außerdem brachte ich in Erfahrung, dass der Rentenservice Vorreiter der SEPA-Umstellung in Europa ist.

SEPA dürfte für einige ein Begriff geworden sein, da die meisten Banken ihren Kunden bereits ein Schreiben zukommen ließen, in dem die Umstellung auf SEPA beschrieben wird. SEPA steht für „Single Euro Payment Area“ und beinhaltet eine Änderung beim System der Bankleitzahlen und Kontonummern, denn ab dem 01.02.2014 wird es innerhalb von Europa ausschließlich internationale BLZ und Kontonummern geben – IBAN und BIC. Der Rentenservice führt bereits einen Großteil seiner Zahlungen mithilfe dieses Systems aus, was eine Vorreiterrolle in Europa darstellt. Dies wurde in einem Schreiben der EU-Kommission folgendermaßen gewürdigt:

„In particular, a substantial increase has been seen in public administration (PA) in Germany with a raise of almost 30% points (increase from 8.4% to 37.6%), followed by Belgium and Finland, with an increase of 17% and 16% points respectively. In the case of Germany, the key driver was the Post Pension with a 75% SCT (SEPA Credit Transfer) rate in June 2011 […]”. (Powerpoint-Präsentation, Stefan Scheidgen, 04/2013)

Des Weiteren konnte ich einen Blick ins Berufsleben der dort tätigen Mitarbeiter werfen und auch einiges an Verantwortung übernehmen. Mir wurde viel Respekt und Vertrauen entgegen gebracht und ich durfte mich intensiv an den Geschehnissen dort beteiligen.

Ich hatte viel Spaß und bin an dem Praktikum in jeglicher Hinsicht gewachsen. Renten auszuzahlen klingt langweiliger als man denkt. Positive Überraschungen sind garantiert!

Rasit Güven, WG12

 

Sandra T. und Stephanie D. in Brighton

Sandra T. links und Stephanie D. rechts im Bild

Als wir erfahren haben, dass das Berufskolleg Südstadt interessierten Schülern die Möglichkeit bietet, ihr 3-wöchiges Praktikum bei einer Partnerorganisation im Ausland zu absolvieren, waren wir begeistert - noch dazu, wo es ein Stipendium des „Leonardo da Vinci“-Programms der Europäischen Union geben sollte, wodurch ein Großteil der entstehenden Kosten gedeckt werden würde. Dennoch hatten wir ein wenig Angst, dass wir dort überfordert sein könnten und wir die Leute vielleicht nicht verstehen oder sie uns nicht. Trotzdem haben wir uns, zusammen mit fünf weiteren Schülerinnen unserer Schule, mit einem englischen Lebenslauf und Motivationsschreiben beworben, und nach Zusage die Möglichkeit bekommen, unter den verfügbaren Praktikumsplätzen einen auszuwählen. Wir haben uns denn entschieden, zu zweit bei Dolphin Languages zu arbeiten, da wir den Austausch von Menschen verschiedener Kulturen für sehr wichtig in einer globaler Welt halten und eine Sprachschule der optimale Ort ist um die kulturelle Vielfalt zu erleben.

Während des Praktikums haben wir in zwei Bereichen der Firma gearbeitet. Zum einen waren wir im Büro beschäftigt und haben dort verschiedene Excel-Tabellen erstellt, Rechnungen und Bestätigungsschreiben angefertigt oder Telefonate geführt. Am Nachmittag haben wir bei den Aktivitäten für die Sprachschüler geholfen. Zusammen mit anderen Praktikanten und den Betreuern sind wir dann zum Beispiel mit den Kindern und Jugendlichen in den Park gegangen oder haben das Museum in Hove besichtigt.

Brighton Peer

In dem Unternehmen haben wir einen guten Einblick in die Arbeit bekommen, da wir, obwohl wir Praktikanten waren, sehr verantwortungsvolle Aufgaben zugeteilt bekamen. Dies hat uns jedoch manchmal auch ein bisschen Druck gemacht, weil wir Angst hatten, etwas falsch zu machen. Unser Chef hat sich darum gekümmert, dass es uns nicht zu viel wurde und bei Problemen geholfen. Gearbeitet haben wir, wie erhofft, zusammen mit Personen verschiedener Herkunftsländer, unter anderem aus Spanien, Italien, Frankreich und Australien, und so nicht nur die englische, sondern auch die Mentalität von Menschen aus anderen Ländern kennen gelernt. Die Zusammenarbeit mit ihnen war besonders gut, weil alle sehr nett, hilfsbereit und aufgeschlossen waren, sodass wir auch in unserer Freizeit vieles gemeinsam unternommen und neue Freundschaften geknüpft haben.

Wir waren mit unserem Praktikum sehr zufrieden und würden allen, die ihren Horizont erweitern wollen, wärmstens empfehlen, diese Chance des Auslandaufenthalts zu ergreifen. Es wird sich auf jeden Fall lohnen :)

Sandra Teichmann und Stephanie Dobmeier, WG12

 

Mein Berufspraktikum im Land der Gegensätze

Da ich mich schon immer für fremde Sprachen und Kulturen interessiert habe entschied ich mich schnell für ein Praktikum in China. Auf Grund bereits gesammelter positiver Erfahrungen bei einem Aufenthalt in den USA arbeitete ich mit einer Vermittlungsorganisation zusammen. Diese half mir einen Praktikumsplatz zu finden und das Visum zu beantragen.

Ohne ein Wort chinesisch sprechen zu können, aber mit viel Vorfreude im Gepäck machte ich mich also auf den Weg nach Zhong guo, dem Reich der Mitte. Mein genaues Reiseziel war Qingdao, eine ehemalige deutsche Kolonie mit 8 Millionen Einwohnern, die direkt am gelben Meer liegt und bekannt ist für ihr Bier. Eine Stadt, die von Gegensätzen geprägt ist, wo sich Stadt und Strand vereinen, Industrie und Tourismus Hautpteinnahmequellen sind und Arm und Reich nebeneinander leben. Und obwohl die Stadt sich durch die Meeresbrise abkühlt, herrschen dort im Sommer selbst bei Regen zwischen 27 und 35 Grad.

Um so viel wie möglich von der chinesischen Kultur kennen zu lernen, lebte ich die vier Wochen bei einer Gastfamilie, die sich sehr liebevoll um mich kümmerte und traditionell chinesisch kochte.
Mein Praktikumsplatz lag in einem Büro im 16. Stock, bei einer Kostümproduktionsfirma namens „Hantang Fashion“. Diese Firma exportiert in China hergestellte Karnevals- bzw. Bühnenkostüme nach Nordamerika und Europa. Meine Aufgabe war es bei der Korrespondenz zu helfen und durch meine Englischkenntnisse die Mitarbeiter zu unterstützen. Zusätzlich besuchte ich zweimal die Woche eine Sprachschule zusammen mit anderen Praktikanten, um ein wenig Zhong wen, also Chinesisch zu lernen. Die Arbeit machte Spaß, war aber nicht sehr anspruchsvoll, denn erst, wenn eine gewisse Vertrauensbasis geschaffen ist, erhält man mehr bzw. schwierigere Aufgaben. Besonders der Sprachunterricht war sehr aufschlussreich, denn wirklichen Zugang zu der Kultur erhält man erst über die Sprache.

Meine jiějie (ältere Gastschwester) Christine zeigte mir nicht nur viel von Qingdao, sondern erklärte mir auch viel über ihre Kultur. Da sie die einzige in meiner Gastfamilie war, die Englisch sprach, war sie meine Hauptbezugsperson und wir unternahmen sehr viel. So bekam ich während meiner Reise die Gelegenheit, mir neben Shanghai auch Beijing an zu sehen. Zwei faszinierende Großstädte, mit jeweils mehr als 22 Millionen Einwohnern, die jeder einmal in seinem Leben gesehen haben sollte!

Abschließend kann ich sagen, dass China ein riesiges, atemberaubendes Land ist, das mir aber nicht nur positiv aufgefallen ist. Negative Eindrücke hinterlassen schon den ein oder anderen Kulturschock. Doch durch diese Reise habe ich vor allem viel über mich selbst gelernt und bin froh, dass ich alle Schwierigkeiten meistern konnte.

Ein chinesisches Sprichwort sagt: „Das Leben meistert man lächelnd – oder gar nicht.“ Gánbéi!

Julia Weiermann, WG01

 
 

Fatima G. im Libanon

Mein dreiwöchiges Praktikum im Sommer 2010 habe ich bei der libanesischen Nachrichtenagentur NBN in Beirut im Libanon absolviert. NBN ist ein spezialisierter Nachrichtensender im Libanon, der zu jeder Stunde lokale, regionale und internationale Nachrichten bietet. Der Kanal wurde 1996 gegründet.

Die meiste Zeit meines Praktikums verbrachte ich in der Korrespondentenabteilung, wo ich meine Fremdsprachenkenntnisse einsetzen konnte. Ich habe arabische Nachrichten zusammengefasst, deutsche Nachrichten ins Arabische übersetzt und Reden von wichtigen Politikern zusammengefasst. Natürlich musste ich sehr viele Zeitungen lesen, durfte aber auch an verschiedenen politischen Veranstaltungen und Pressekonferenzen teilnehmen, Politkern sowie Bürgern Fragen stellen und diese dann in einem Bericht zusammenfassen. Die Veranstaltungen  fanden in unterschiedlichen Städten statt, sodass ich während meines Praktikums auch die Möglichkeit hatte, sehr schöne Städte und Gegenden zu besichtigen. Das Gebäude von NBN liegt direkt am Meer. Die Mitarbeiter waren sehr offen und hilfsbereit und es machte mir Spaß mit Ihnen zusammenzuarbeiten. Besonders lustig fand ich ihre übertriebene Liebe zum deutschen Fußball. Auf fast jedem Schreibtisch fand man eine Deutschlandfahne.

Alles in allem war das Praktikum sehr abwechslungsreich. Es hat Spaß gemacht, neue Leute kennenzulernen und eine ganz andere Berufswelt zu erkunden. Ich habe sehr viele Sachen gelernt,  und zwar wie man einen Bericht verfasst oder wie man die Nachrichten im Fernsehen lesen  muss. Dadurch habe ich meine Fremdsprachenkenntnisse sehr verbessert.

Fatima Ghazi WG82

 

 

 

Stephanie und Cosima in Plymouth

Am Anfang der 12 begannen wir nach Praktikumsstellen umzusehen, denn uns allen war bewusst, dass wir drei Wochen vor den Sommerferien ein Betriebspraktikum im kaufmännischen oder fremdsprachlichen Bereich absolvieren sollten. Während Stephanie schon früh den Wunsch äußerte, im Ausland ein Praktikum zu machen, sich aber durchaus bewusst war, dass es sicherer wäre, sich auch bei den umliegenden Unternehmen umzusehen, interessierte sich Cosima für Versicherungen und Banken.

Kurz vor den Weihnachtsferien jedoch gab es plötzlich die Nachricht, dass die Schülerinnen und Schüler der WG 81 und 82 sich auf 6 Stipendien  für ein Praktikum in England (Plymouth) bewerben konnten. Diese Stipendien – ein großer Zuschuss zu den Kosten für 4 Wochen in England - wurden durch die Europäische Union aus dem Programm Leonardo Da Vinci finanziert. Dazu sollten alle Interessierten ein Motivationsschreiben und einen Lebenslauf in englischer Sprache einreichen. Wir bewarben uns beide um ein Stipendium und gehörten zu den 6 Schülerinnen und Schüler, die einen Platz erhielten.

In der ersten Woche in Plymouth besuchten wir einen einwöchigen Englischkurs, und uns wurde die schöne Stadt Plymouth mit all ihren Sehenswürdigkeiten gezeigt. Außerdem haben wir während unseres gesamten Aufenthaltes in Plymouth drei Ausflüge veranstaltet. Diese Ausflüge waren in dem Programm der für uns dort zuständigen Organisation, der Tellus Group, die mit der Leonardo Da Vinci Organisation kooperiert, enthalten.

Als Praktikumsstellen bekamen wir beide je einen Platz im Plymouth Magistrate Court bzw. County Court (dies ist gleichbedeutend mit unserem Amtsgericht). In den Aufgabenbereich des HMCS fallen unter anderem Ehescheidungen, Unterhaltsklagen, elterliche Sorge, Umgangsregelungen, Versorgungsausgleich, oder auch Kriminalfälle wie Raub, Steuerhinterziehung und Urkundenfälschung. Während Stephanie im County Court verantwortlich für die Familien – und Scheidungsakten gewesen ist, war Cosima im Business Support tätig, wo sie für Lösungen für Probleme, die in Büros auftreten können, zuständig war. Außerdem fiel in ihren Aufgabenbereich unter anderem die Aktualisierung sämtlicher Pinnwände  und das Schreiben von Step-By-Step-Guides in englischer Sprache für verschiedene Programme.

 

Die Atmosphäre im Plymouth Magistrate Court und im County Court war dank der netten Kollegen sehr freundlich, denn die Mitarbeiter zeigten sich immer bereit, uns bei Kommunikationsproblemen zu helfen und Sachverhalte zu erklären.

Insgesamt eröffnete das Praktikum in England uns beiden die Möglichkeit, unsere Englischkenntnisse einzusetzen und die britische Kultur und Mentalität hautnah zu erleben. Es fällt uns beiden sehr viel leichter, auf Englisch zu kommunizieren, und wir stellten beide fest, es ist ein großartiger Schritt in der Persönlichkeitsentwicklung. Daher ist für alle Interessierten ein Praktikum in England weiterzuempfehlen.

Stephanie Prauß, Cosima Walter WG 82

 

 

 

Fundas Praktikum in Instanbul

Mein Berufspraktikum habe ich vom 28.06.2010 bis zum 16.07.2010 bei der Firma Balparmak in Istanbul absolviert. Balparmak ist ein großes Unternehmen, das Honig produziert. Es wird seit 1980 von zwei Brüdern (Özen & Özgür Altiparmak) geleitet.

Ich war in der Abteilung der Buchführung eingesetzt. Der Einblick in die Buchführung war sehr interessant, zumal man die Buchungen für den Export der Honige mit verfolgen konnte. Auch der Versandort der Honige war  zu sehen. Der Honig wird von Istanbul aus weltweit exportiert. Meine Aufgaben lagen darin, die Eingangs- und Ausgangsrechnungen in das System einzutragen, Rechnungen zu buchen, gebuchte Rechnungen in Ordner einzuordnen und anschließend zu archivieren und Kontodaten zu kontrollieren.

Die Mitarbeiter waren alle offen und hilfsbereit und standen mir natürlich bei jedem Schritt zur Seite.

Da die Arbeitstage von Montag bis Freitag waren, hatte ich die Gelegenheit, am Wochenende die Vielfalt von Istanbul zu entdecken und zu genießen. Istanbul war in diesem Jahr Europas Kulturhauptstadt  und so gab es mehrere Stadtführungen, was mir sehr gelegen kam.

Funda Yildirim, WG82

 

 

 

Konferenzveranstalter Euroforum Public Relations - Journalismus

Während meines Praktikums arbeitete ich in der Presseabteilung des Konferenzveranstalters Euroforum in Düsseldorf. Das weite Themenspektrum der Veranstaltungen umfasst alle wirtschaftsrelevanten Bereiche, von der Automobilindustrie über Banken, Chemie, Energie hin zu Umwelt- und Versicherungsthemen. Themen, über die ich gern mehr erfahren und schreiben wollte. An der Pressearbeit hat mich gereizt, dass dies ein wichtiger Teil journalistischer Arbeit ist, denn als Pressereferent vertritt man ein Unternehmen in der Öffentlichkeit, verfasst Pressemitteilungen, distribuiert diese an Nachrichtenagenturen und Journalisten – und trägt damit quasi an erster Stelle zur Meinungsbildung bei.  Bei Euroforum wurde mir ermöglicht, während meines Praktikums  jeden Schritt dieser Auf­gabe zu begleiten und mich selbst darin zu erproben.

Ich durfte zwei Pressemitteilungen selbst verfassen, eine zur Handels­blatt Jahrestagung „Handelsblatt macht Schule“ sowie eine andere zum Thema „Kassenärztliche Vereinigungen im Umbruch“. Mit Pressemitteilungen macht das Unternehmen erstmals auf Veranstaltungen aufmerksam, woraufhin sich je nach Themenbereich und Referenten („to be or not to be“ zu Guttenberg) mehr oder weniger Journalisten anmelden möchten. Um diese Akkreditierungswünsche zu bearbeiten, muss abgewogen werden, welcher Journalist am besten die gewünschte Medienpräsenz darstellt. Dabei er­lernte ich den Umgang mit einer Datenbank, aus der ich Informatio­nen über Pressegäste einholte. Meine Fremdsprachenkenntnisse konnte ich bei Telefonaten und der Übersetzung von E-Mails anwenden.

Die wohl spannendste Aufgabe sollte mich bereits am dritten Praktikumstag er­warten. Am 17. Juni fand im „Intercontinental Düsseldorf“ die Handelsblatt Jah­restagung „Telekommarkt Europa“ statt. Meine Chefin Claudia eröff­nete mir einen Tag zuvor, sie würde mich dorthin mitnehmen und mich „ein­fach einmal ins kalte Wasser schmeißen“. Ob ich denn ein Kostüm hätte…? Den Tag darauf verbrachte ich damit, meinen  Pressebericht zu verfassen. Wie befürchtet war es nicht einfach, doch nach neun Stunden und sechs Sei­ten war ich relativ zufrieden. Neben dem Lob meiner Chefin war wohl das größte Erfolgserlebnis, dass mein Bericht von mehreren Medien komplett übernommen wurde.

Mein Praktikum bei Euroforum hat meine Erwartungen vollkom­men erfüllt und darüber hinaus noch übertroffen. Das lag zu einem gro­ßen Teil an dem enormen Vertrauen, dass mir von meinen Kollegen entgegengeb­racht wurde. Ich durfte viele Aufgaben übernehmen, mit denen ich nicht gerechnet hätte, wie beispielsweise der häufige Kontakt zu externen Gesprächs­partnern. Die Stimmung unter den Mitarbeitern war auch sehr positiv. Im Bereich Kommunikation und Schreiben konnte ich einiges mitnehmen. Ich habe einen umfassenden Einblick in die Pressearbeit erhalten und habe auch einiges über den Beruf des Journalisten gelernt.

Sadrija Cukoski, WG 71

 

Mein Praktikum bei der LANXESS AG

Ich habe mein Praktikum bei der LANXESS AG, Deutschland gemacht. Die Firma LANXESS gehörte ursprünglich zum BAYER Konzern. Mit der Abspaltung von Bayer im Jahre 2005 begann LANXESS als eigenständiges Unternehmen die Chemieaktivitäten und Teile des Polymergeschäftes weiterzuführen und ist heute ein führender Spezialchemie-Konzern, der aktuell rund 14.600 Mitarbeiter in 23 Ländern beschäftigt.

Ich habe mein Praktikum in der Kommunikationsabteilung gemacht, da ich dort meine Fremdsprachenkenntnisse gut nutzen und anwenden konnte.

Das Praktikum hat mir sehr gut gefallen, weil alles sehr professionell organisiert ward. Ich wurde nett aufgenommen und von Anfang an wie die anderen Mitarbeiter in den Arbeitsalltag mit eingebunden, so dass ich einen guten Einblick in dieses Berufsfeld bekommen konnte.

Ich würde das Praktikum auf jeden Fall weiterempfehlen.

Caroline Zocher, WG 71

 

Mein Praktikum bei CMS Hasche Sigle

Das Unternehmen CMS Hasche Sigle ist eine der führenden wirtschaftsbera-tenden Sozietäten. Die Anwälte und Steuerberater von CMS Hasche Sigle beraten Mandanten in Arbeits-, Gesellschaftsrecht, Rechtschutz und Insolvenz.

Ausgebildet werden kann man dort nur als Rechtsanwaltfachangestellte/r, wobei die Ausbildung 3 Jahre dauert. Es gibt aber noch die Möglichkeit, ein Referendariat für Juristen zu machen oder - wie es bei mir der Fall war - ein Praktikum zu absolvieren.

Das Unternehmen, das seinen Sitz im Kranhaus 1 im Rheinauhafen hat, besitzt eine Vielzahl von Abteilungen. Glücklicherweise hatte ich die Möglichkeit in allen Abteilungen zu arbeiten und habe so einen Eindruck davon bekommen, wie die Zusammenarbeit bei CMS Hasche Sigle ist.

Ich war in den folgenden Abteilungen tätig: Markenabteilung, Übersetzungsbüro, Insolvenz, Rechtschutz, Personalabteilung, Gesellschaftsrecht, Arbeitsrecht, Empfang (Office Management) und Oberlandesgericht/ Landesgericht.

In den Abteilungen Insolvenz, Arbeitsrecht und Übersetzung war es sehr hilfreich Vorkenntnisse zu haben, z. B. über den Unterschied zwischen juristischen und natürlichen Personen oder die englischen Fachbegriffe für bestimmte Unternehmensformen zu kennen.

Ich würde den Praktikumsplatz definitiv empfehlen, insbesondere für jemanden, der Rechtsanwalt oder Steuerberater werden und Kontakt zu internationalen sowie nationalen Mandanten haben möchte.

Jennifer Pozzo, WG 71

 

 

 

 

Mein Berufspraktikum...

habe ich vom 15.06.09 bis zum 03.07.09 im Regional Office von Anadolu Ajansi in Istanbul gemacht.

Anadolu Ajansi ist eine staatliche türkische Nachrichtenagentur, die von Mustafa Kemal Atatürk gegründet wurde.

Ich war in der Wirtschaftsabteilung tätig und bin jeden Tag zu einem Meeting gefahren, wie zum Beispiel von CeBIT oder IBM-Software. Meistens habe ich einen Journalisten begleitet und es war sehr abwechslungsreich, da wir jeden Tag an einem anderen Ort waren. Die Meetings fanden meistens auf Englisch statt, manchmal auch auf Deutsch, und meine Aufgabe war es, die Informationen zu notieren und anschließend zu einem Artikel zusammen zu fassen. Natürlich haben uns alle Mitarbeiter dabei unterstützt, vor allem unser Chef, Herr Gümüs, war sehr nett und hat uns immer geholfen.

Die Meetings fanden meistens im Marmara Hotel, Hyatt oder in den Villen am Ufer des Bosporus statt, so dass ich -abgesehen von der Berufserfahrung, die ich gemacht habe – auch viele schöne Orte besichtigen konnte.

Yesim Sahin, WG 71

 

Yonca (links) und Yesim (rechts) in Istanbul

 

 

Mein Praktikum vom 15.06-03.07.2009 in Istanbul

Mein 3-wöchiges Praktikum, habe ich bei der türkischen Nachrichtenagentur Anadolu Ajans  in Istanbul  absolviert.  Die Stelle habe ich mithilfe eines Lehrers unserer Schule (Herrn Karakaya) gefunden und mich dort beworben. Da es mein erstes Auslandspraktikum war, war ich ziemlich aufgeregt, weil ich nicht genau wusste, was mich erwarten würde. Doch schon vom ersten Tag an waren meine Arbeitskollegen und auch der Direktor sehr freundlich und hilfsbereit.

Zu meinen täglichen Aufgaben gehörte es,  sich z. B. über sämtliche Zeitungen, Nachrichten usw. zu informieren. Als Praktikantin im journalistischen Bereich war es auch selbstverständlich, täglich Veranstaltungen, Meetings – unter anderem in der türkischen Industrie- und Handelskammer - und Präsentationen neuer Investitionen  zu besuchen und Zeitungsartikel darüber zu schreiben.

Da ich ein Wirtschaftsgymnasium besuche, wurde ich in der Wirtschaftsabteilung des Betriebes eingesetzt, wo ich von meinen wirtschaftlichen Fachkenntnissen und Fremdsprachen profitieren und auch Neues dazu lernen konnte. Insgesamt hat mir das Praktikum viel Spaß gemacht und neue Erfahrungen und Kenntnisse gebracht.

Yonca Karakas

 

Mein Praktikum in Kanada

Vor den Sommerferien 2009, also am Ende der 12. Jahrgangsstufe, sollten wir ein 3-wöchiges Praktikum absolvieren. Ich überlegte mir wo ich dies machen könnte, vielleicht in Köln und Umgebung.

Dann erinnerte ich mich an einen Besuch meines Cousins aus Kanada vor ein paar Jahren. Er hatte uns gesagt, dass er für ein großes Unternehmen arbeitet und dass wir ihn jederzeit besuchen könnten. Warum nicht diese beiden Dinge kombinieren? Zuerst ein Unternehmen erforschen und dann die schöne Westküste Kanadas angucken.

Nach ein paar E-Mails hatte ich den Praktikumsplatz und nach ein paar weiteren Stunden im Reisebüro auch meinen Flug sicher.

Ich würde bei einer Firma namens SERTA arbeiten, dies ist einer der größten Matratzenhersteller der Welt. Zu den Kunden des Unternehmens gehört zum Beispiel die Hilton Hotelkette und auch das Bellagio in Las Vegas.

Ich arbeitete dort für drei Wochen, fand alles sehr interessant und hatte genügend Möglichkeiten meine Englischkenntnisse zu verbessern, da ich die ganze Zeit Englisch sprechen musste. Die meiste Zeit habe ich Büroarbeit erledigt, was nicht so schlimm war, wie es sich anhört.

Nach drei Wochen voller neuer Erfahrungen blieb ich noch eine Woche länger, um die Westküste Kanadas als Tourist zu erkunden.

Mario Winterhoff, WG 71

 

 

 

Hallo an alle am Wirtschaftsgymnasium Interessierten !

Bei unserem Betriebspraktikum war es uns freigestellt , in welchem Betrieb und welchem Land wir es absolvieren wollten, solange Fremdsprachen oder Wirtschaft mit berücksichtigt wurden.
Da habe ich mir gedacht, wieso kombiniere ich nicht beides und mache ein wirtschaftsbezogenes Praktikum im Ausland, dies verbessert nicht nur die Fremdsprachenkenntnisse,  sondern macht sich auch gut im Lebenslauf.
So entschloss ich mich, mich bei der in Luxemburg ansässigen ARI Commodity Management S.A. zu bewerben, zu deren Tätigkeitsbereich der internationale Handel mit Rohstoffen gehört. Nach einigen Telefonaten mit dem Geschäftsführer und einem persönlichen Treffen hatte ich den Praktikumsplatz sowie auch die Unterkunft sicher.
Schließlich war es soweit: Es ist der 15 Juni 2009, ich stehe in Luxemburg vor den Türen der ARI Commodity Management S.A. mit einem mulmigen Gefühl im Bauch und zitternden Beinen.  Mir selbst ist aber sehr bewusst, wieso ich hier bin, ich will es mir selbst beweisen, dass ich dem Arbeitsalltag in einem Internationalem Unternehmen gewachsen bin …

In einem Land, wo fast nur Französisch gesprochen wurde, kam ich außerhalb des Büros nur stolpernd voran, da mein französischer Wortschatz sich auf „Mon nom est Edward Reim“ beschränkte (ich habe Spanisch als 2. Fremdsprache gewählt).
Nun im Unternehmen waren die ersten Tage auch nicht gerade leicht, doch ich bekam viel Hilfe von den Kollegen, so dass ich mich in Kürze einfinden konnte.

Da das Unternehmen viele Geschäfte mit Partnern aus dem Ausland abwickelt, waren stets Fremdsprachenkenntnisse von Nöten, gerade ich als Russisch-Sprechender kam gerade recht, als plötzlich Geschäftspartner aus Russland anreisten und die Russisch sprechenden Kollegen auf Geschäftsreise waren. So wurde mir die verantwortungsvolle Aufgabe zugewiesen, die Gäste zu betreuen.

Von da an gehörte es zu meinen Aufgaben, Meetings zu arrangieren und bei Verhandlungsgesprächen zu dolmetschen. Tagein, tagaus reisten wir mit den Kollegen von Luxemburg nach Deutschland, Belgien, Liechtenstein und in die Schweiz. Dies bereitete mir sehr viel Spaß und neues Wissen in Sachen Wirtschaftsenglisch.

Nach 3 lehrreichen Wochen hieß es Abschied nehmen, was nicht gerade leicht war. Dennoch freute ich mich natürlich, endlich wieder nach Köln zu kommen und die Ferien genießen können.

Eduard Reim (WG71)

 

 

 

Mein außergewöhnliches Praktikum in Moskau, Russland

Moskau – was denkt man als erstes, wenn man an Moskau denkt? Ist es der Rote Platz, sind es die vielen Multimillionäre, oder die vielen Armen oder ist es der Wodka oder das russische Ballett, vielleicht aber auch die berühmte Metro oder denkt man gar noch an den Kommunismus? Moskau ist zunächst einmal die Hauptstadt Russlands, eine Stadt, die sich in einem Stadium mit großem Entwicklungspotential befindet und eine Metropole, in der sich tagsüber fast 20 Millionen  Menschen befinden. Und genau dort habe ich mein Praktikum absolviert, in einem im russischen Territorium bekannten Unternehmen namens Diasoft, welches Software für Versicherungen und Banken entwickelt. Die Abteilung, in der ich die meiste Zeit verbracht habe, war die Marketingabteilung.

Was mir nun an meinem ersten Tag, morgens um 9:00 Uhr vermittelt wurde, war, dass Marketing in Russland einfach nicht funktioniert - also zumindest die Art von Marketing, die so offensichtlich ist wie z.B. Werbung. Die Menschen seien einfach zu misstrauisch – das, was wirklich zählt, sei also Mund-zu-Mund Propaganda. Was - war also die Frage, die ich mir heimlich gestellt habe - kann ich in der Marketingabteilung dann noch tun? Ich wurde aber bald eines Besseren belehrt, denn es gibt ja da noch eMarketing und somit war der Computer mein Kompagnon für den nächsten Monat. Ich habe wirklich sehr viel lernen können, vor allem was die russische Sprache betrifft und mir wurden auch relativ anspruchsvolle Aufgaben erteilt, wie zum Beispiel das Design von Websites oder die Kontrolle  englischsprachiger Präsentationen auf Fehler. 

Der Eindruck der Stadt war eher ein gespaltener. Da ich aufgrund meiner Herkunft schon mit den Traditionen vertraut war, konnte ich mich relativ schnell einleben. Allerdings spürt man den Unterschied zu Deutschland wirklich sehr. Da in Moskau die Zeit schneller vergeht, sind die Menschen auch dementsprechend in Eile und überfordert und deshalb ständig höchst beschäftigt. Dass man dann häufig unfreundliche Antworten bekommt, z. B. auf Fragen nach dem Weg oder nach der Zeit, ist nicht verwunderlich. Außerdem gehören 3 Stunden Fahrt zur Arbeit fast zum Alltag, denn im Stau stehen auf dem berühmten Moskauer Ring ist nicht ungewöhnlich. Erstaunlich sind auch die riesigen Häuser, in denen fast 2000 Menschen unter einem Dach leben. Dass in Moskau zwei Extreme, nämlich Arm und Reich, besonders dicht beieinander leben, wird man spätestens dann merken, wenn man eine Hummer Limousine für 20 Mann neben einem Bettler sieht.  Moskau belegt den 187. Platz von 215 Ländern, was den Lebensstandard betrifft, während Zürich Platz 1 belegt. Das bedeutet nicht, dass Moskau deshalb abgeschrieben ist. Nein, es bedeutet, dass Moskau noch Luft nach oben hat und somit steckt viel Arbeit in dieser Stadt. Und die Hochhäuser aus Glas, die Tausende von Quadratmetern Büroflächen anbieten oder die wunderschönen alten Häuser oder Gärten der Zaren, der Kreml und der Rote Platz, die vielen Straßen die gebaut werden, sind Beweis genug, dass Moskau an sich arbeitet.

Kristina Benz, WG 71

 

Mein Praktikum bei Rowa Pharmaceuticals in Bantry, Irland: 15 Juni 2009 – 17 Juli 2009

Lucky circumstances

Als Frau Faust (meine Klassenlehrerin und Leiterin für den Bildungsgang WG) erfuhr, dass ich einen Auslandsaufenthalt plante, erzählte sie mir von der Möglichkeit, mein Praktikum in Bantry (Irland) bei Rowa Pharmaceuticals zu machen, einem deutschen Unternehmen mit Niederlassung in Iralnd. In diesem Rahmen könnte ich mich dann auch für ein Leonardo Da Vinci Stipendium der EU bewerben, welches meinen Aufenthalt und Flugkosten finanzieren würde. Nach einigem Zögern (eigentlich wollte ich nach Frankreich), ergriff ich diese Gelegenheit und habe es nicht bereut.

ROWAs Unternehmensphilosophie: “With patients’ welfare in mind as our foremost concern, ROWA will continue its mission to be a leading company in this ever growing market.”

War ich gut vorbereitet? Grundsätzlich kann ich behaupten, dass meine Kenntnisse in BWL und Wirtschaftsinformatik sowie in Wirtschaftsenglisch und Englisch mir den Zugang zu den verschiedenen Tätigkeiten erleichtert haben. Ohne meine Vorkenntnisse in BWL, was vor allem Marketing und den Aufbau eines Betriebs betrifft, hätte ich sicherlich weniger Nutzen aus meinem Praktikumsaufenthalt ziehen können. Gespräche konnte ich dank der Kenntnisse in Wirtschaftsenglisch und BWL leicht mitverfolgen.

Was hat das Praktikum mir persönlich gebracht? Der 5 wöchige Aufenthalt als Praktikantin bei Rowa/Rowex Pharmaceuticals war auf jeden Fall eine lohnende Erfahrung. Gelernt habe ich vor allen Dingen die gesprochene Sprache. Es fällt mir jetzt viel leichter, einfach auf Englisch loszureden und ich fühle mich irgendwie auch ein bisschen heimisch in einer Sprache, die sehr lange eine Fremdsprache für mich war. Als weitere „hard skill“ könnte ich den Erwerb von Grundkenntnissen in Access anführen. Wirklich Spaß gemacht hat es mir, BWL quasi „in action“ zu sehen und die Erfahrung zu machen, dass die Praxis zwar meistens anders aussieht als die Theorie, letztere aber Voraussetzung für die erstere ist. Weiterhin haben mich die Menschen dort super freundlich aufgenommen und ich durfte von Anfang an richtig mitarbeiten (ich war echt erstaunt, als ich nach kurzer Einführung die Rezeption ganz alleine leiten durfte). Aus diesen Gründen kann ich diesen Praktikumsplatz auf jeden Fall für flexible, an Sprachen und BWL interessierte Schüler/innen weiterempfehlen.

Natürlich hat Bantry auch seine touristischen Attraktionen. Hier ein Bild von „Bantry House and gardens“, meinem Liebslingsort in Bantry.

Delia Schneider, WG 71

 

 

 

Praktikum bei Banken und Sparkassen

Unser dreiwöchiges Praktikum haben vier von uns alle bei Banken und Sparkassen absolviert.

Sagar Gandi und Onur Eroglu (die beiden Jungen auf der linken Seite) haben ihr Praktikum bei der Kreissparkasse Köln durchgeführt. Cesar Lohaka (der Junge ganz rechts) hat sein Praktikum bei der Kölner Bank absolviert und der Junge zwischen Bilal und Cesar bin ich, Tomas Wuchinger, und ich habe mein Praktikum bei der Sparkasse KölnBonn absolviert. Der einzige, der ein wenig aus der Reihe tanzte, war Bilal Ekin (der Junge in der Mitte) - er hat sein Praktikum beim Steuerberater gemacht.

Von l. nach r.: Sagar, Onur, Bilal, Tomas, Cesar

 

Die Zusagen für die Praktikumsstellen haben wir alle recht zügig nach Abschicken der Praktikumsbewerbung zugeschickt bekommen, worüber wir uns natürlich sehr gefreut haben.

Wir waren natürlich sehr aufgeregt am ersten Praktikumstag, da wir viele neue Leute während des Praktikums kennen lernen würden und außerdem nicht wussten, was uns erwarten würde. Doch wir wurden alle recht herzlich und freundlich von unseren zukünftigen Kollegen empfangen und schon konnte die Arbeit direkt beginnen.

Zu unseren täglichen Aufgaben gehörte es, typische Abläufe und Tätigkeiten einer Bank oder Sparkasse durchzuführen und an Beratungsgesprächen teilzunehmen, um einen Einblick in das Berufsfeld des Bankkaufmanns zu bekommmen.

Zum Abschluss unseres Praktikums haben wir alle für unsere gute Arbeit ein Praktikumszeugnis und auch eine kleine Anerkennung bekommen.

Da uns das Praktikum in der Bankenbranche sehr gut gefallen hat und wir sehr viel Neues gelernt haben, würden wir allen ein Praktikum in disem Bereich empfehlen. Zwei von uns haben sich sogar für einen Ausbildungsplatz bei der Sparkasse beworben und hatten unseren Ausbildzungsvertrag bereits Anfang der 13 in der Tasche.