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Mittwoch, 15. Juli 2020

Ausbildungsberuf

Ziel der Ausbildung ist, dass Fachangestellte für Arbeitsmarktdienstleistung über umfassende rechtliche und wirtschaftliche Kenntnisse verfügen. Sie müssen sich markt- und kundenorientiert verhalten, bei ihren Handlungen ökonomische Effizienzkriterien beachten und auch ökologischen Anforderungen gerecht werden. Dabei werden in zunehmendem Maße die erforderlichen Arbeiten mit modernen Informations- und Kommunikationssystemen erledigt.

Die Berufsausbildung erfolgt im dualen System an den Lernorten Betrieb und Berufsschule. Die Berufsschule ergänzt die berufspraktische Ausbildung und vermittelt eine berufliche Grund- und Fachbildung in Verbindung mit einer erweiterten Allgemeinbildung.

Die Zwischen– und die Abschlussprüfung werden von der Bundesagentur für Arbeit durchgeführt.
Zu Beginn des zweiten Ausbildungsjahres wird eine Zwischenprüfung durchgeführt, die sowohl einen schriftlichen Teil als auch eine Gesprächssimulation umfasst.
Die Abschlussprüfung beinhaltet praxisbezogene Aufgaben und Fälle sowie eine Gesprächssimulation und bezieht sich auf die Prüfungsgebiete

  • Arbeitsmarktprozesse,
  • Prozesse der Leistungsgewährung und
  • Wirtschafts- und Sozialkunde.

Wir unterrichten die Auszubildenden zu Fachangestellten für Arbeitsmarktdienstleistungen in Bezirksfachklassen. Die Auszubildenden werden ausschließlich bei der Bundesagentur für Arbeit ausgebildet, und zwar bei den Arbeitsagenturen

  • Aachen-Düren
  • Bergisch Gladbach
  • Bonn
  • Brühl
  • Köln
  • Mönchengladbach

 

Unterrichtsorganisation

Der Unterricht findet in Blockform - zwei Kurzblöcke zu 6 bzw. 7 Wochen pro Schuljahr - statt.

Infolge der Neuordnung liegt der Fokus stärker auf dem Erwerb der beruflichen Handlungskompetenz. Unter die Zielsetzung „Können statt Wissen“ sollen die Auszubildenden in die Lage versetzt werden, Gelerntes auf neue Sachverhalte und Prozesse anzuwenden, sich eigenständig in neues Recht und neue Prozesse einzuarbeiten und dabei auf sich schnell ändernden technisch-organisatorischen, wirtschaftlichen und gesellschaftliche Verhältnisse erfolgreich zu reagieren. Dabei gehen Fachangestellte für Arbeitsmarktdienstleistungen stets auf die Situation des Kunden ein und berücksichtigen unterschiedliche Lebenslagen, kulturelle und sozioökonomische Hintergründe.

Daher ist unser Unterricht an Lernfeldern orientiert. Handlungsorientiert geprägte Lernsituationen unterstützen den Erwerb von Methoden-, Sozial- und Fachkompetenz.

Entsprechend den Richtlinien und Lehrplänen werden zur Zeit erteilt:

  • die Fächer des berufsübergreifenden Bereichs (insgesamt 7 Stunden pro Woche):

              - Religion
              - Politik
              - Deutsch/Kommunikation
              - Sport/Gesundheitsförderung

  • die Bündelungsfächer im berufsbezogenen Bereich (insgesamt 24 Stunden):

              - Kundenberatung und Leistungsprozesse (6 bzw. 12 Stunden)
              - Wirtschafts- und Sozialprozesse (6 bzw. 12 Stunden)
              - Betriebliche Steuerung und Kontrolle (4 Stunden)
              - Englisch (2 Stunden)

Im Rahmen des Differenzierungsbereichs werden obligatorisch die Kurse Datenverarbeitung (2 Stunden) und Konzentrationsförderung (1 Stunde) angeboten.

In den Unterrichtsfächern werden ein- und mehrtägige Studienfahrten, wie z. B. zur Europäischen Union in Brüssel sowie Unterrichtsgänge z. B. zu Arbeits- und Sozialgericht durchgeführt.