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Dienstag, 22. August 2017

Ausbildungsberuf

Ziel der Ausbildung ist, dass Fachangestellte für Arbeitsförderung über umfassende rechtliche und wirtschaftliche Kenntnisse verfügen. Sie müssen sich markt- und kundenorientiert verhalten, bei ihren Handlungen ökonomische Effizienzkriterien beachten und auch ökologischen Anforderungen gerecht werden. Dabei werden in zunehmendem Maße die erforderlichen Arbeiten mit modernen Informations- und Kommunikationssystemen erledigt.

Die Berufsausbildung erfolgt im dualen System an den Lernorten Betrieb und Berufsschule. Die Berufsschule ergänzt die berufspraktische Ausbildung und vermittelt eine berufliche Grund- und Fachbildung in Verbindung mit einer erweiterten Allgemeinbildung.

Die Zwischen– und die Abschlussprüfung werden von der Bundesagentur für Arbeit durchgeführt.
Zu Beginn des zweiten Ausbildungsjahres wird eine Zwischenprüfung durchgeführt, die sowohl einen schriftlichen Teil als auch eine Gesprächssimulation umfasst.
Die Abschlussprüfung beihaltet praxisbezogene Aufgaben und Fälle sowie eine Gesprächssimulation und bezieht sich auf die Prüfungsgebiete

  • Arbeitsmarktbezogene Geschäftsprozesse,
  • Prozesse der Leistungsgewährung,
  • Kundenkommunikation und
  • Wirtschafts- und Sozialkunde.

Wir unterrichten die Auszubildenden zu Fachangestellten für Arbeitsförderung/Arbeitsmarktdienstleiungen in Bezirksfachklassen. Die Auszubildenden werden ausschließlich bei der Bundesagentur für Arbeit ausgebildet, und zwar bei den Arbeitsagenturen

  • Aachen
  • Bergisch Gladbach
  • Bonn
  • Brühl
  • Düren
  • Köln

Zurzeit wird eine Fachklasse für Fachangestellte für Arbeitsförderung (auslaufend) sowie eine Fachklasse für Fachangestellte für Arbeitsmarktdienstleistungen unterrichtet. Ab dem Ausbildungsbeginn 01.09.2013 erfolgt die Ausbildung zentral an den Standorten Dortmund und Düsseldorf. 

 

Unterrichtsorganisation

Der Unterricht findet in Blockform - zwei Kurzblöcke zu 6 bzw. 7 Wochen pro Schuljahr - statt.

Infolge der Neuordnung liegt der Fokus stärker auf dem Erwerb der beruflichen Handlungskompetenz. Unter die Zielsetzung „Können statt Wissen“ sollen die Auszubildenden in die Lage versetzt werden, Gelerntes auf neue Sachverhalte und Prozesse anzuwenden, sich eigenständig in neues Recht und neue Prozesse einzuarbeiten und dabei auf sich schnell ändernden technisch-organisatorischen, wirtschaftlichen und gesellschaftliche Verhältnisse erfolgreich zu reagieren. Dabei gehen Fachangestellte für Arbeitsmarktdienstleistungen stets auf die Situation des Kunden ein und berücksichtigen unterschiedliche Lebenslagen, kulturelle und sozioökonomische Hintergründe.

Daher ist unser Unterricht an Lernfeldern orientiert. Handlungsorientiert geprägte Lernsituationen unterstützen den Erwerb von Methoden-, Sozial- und Fachkompetenz.

Entsprechend den Richtlinien und Lehrplänen werden zur Zeit erteilt:

  • die Fächer des berufsübergreifenden Bereichs (insgesamt 7 Stunden pro Woche):

              - Religion
              - Politik
              - Deutsch/Kommunikation
              - Sport/Gesundheitsförderung

  • die Fächer im berufsbezogenen Bereich (insgesamt 22 Stunden / gültig für die Fachangestellten für Arbeitsförderung):

              - Allgemeine Wirtschaftslehre (7 Stunden)
              - Wirtschaftslehre der Arbeitsförderung (9 Stunden)
              - Rechtslehre (6 Stunden)
              - Datenverarbeitung (2 Stunden)
              - Englisch (2 Stunden)

  • die Bündelungsfächer im berufsbezogenen Bereich (insgesamt 23-28 Stunden / gültig für die Fachangestellten für Arbeitsförderung):

              - Kundenberatung und Leistungsprozesse (6 bzw. 12 Stunden)
              - Geschäfts- und Sozialprozesse (6 bzw. 12 Stunden)
              - Betriebliche Steuerung und Kontrolle (3 bzw. 6 Stunden)
              - Englisch (2 Stunden)
              - Datenverarbeitung (2 Stunden im 1. Ausbildungsjahr)

Im Rahmen des Differenzierungsbereichs wird obligatorisch der Kurs Prüfungstraining angeboten, der den Auszubildenden eine kontinuierliche Vorbereitung auf die Zwischen- und Abschlussprüfung bietet.

In den Unterrichtsfächern wurden ein- und mehrtägige Studienfahrten durchgeführt, wie z. B. zur Europäischen Union in Brüssel, Besuch eines englischen Arbeitsamtes, Besuch des Deutschen Bundestags in Berlin.